Epileptologie

Epileptologie

Epilepsien gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. In vielen Fällen kann durch eine gute medikamentöse Behandlung Anfallsfreiheit erreicht werden – allerdings müssen die Medikamente in der Regel viele Jahre, oft ein ganzes Leben lang, eingenommen werden. Epilepsien haben in der Regel erhebliche Auswirkungen auf das Alltags- und Berufsleben der betroffenen Menschen. Deshalb beziehen wir diese Auswirkungen in die Behandlung mit ein und unterstützen Patientinnen und Patienten entsprechend. 

Kontakt

Chefarztsekretariat Epileptologie
Cordula Hegemann

T (030) 54 72 35 01
F (030) 54 72 29 96 50
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Stationäre Schwerpunktbereiche
Prächirurgische Epilepsiediagnostik und operative Epilepsietherapie

T (030) 54 72 35 03
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Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 8 – 16 Uhr Mehr
Neurologische Schlafmedizin

T (030) 54 72 35 03
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Montag bis Freitag, 8 – 16 Uhr Mehr
Ambulanzen
Ambulanzen an der Charité

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Privatsprechstunde Prof. Dr. med. Martin Holtkamp

T (030) 54 72 35 03

Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 9 – 16 Uhr Mehr
Ambulanz für Schlafstörungen

T (030) 54 72 53 41

Erreichbarkeit
Montag bis Donnerstag 9 – 18 Uhr, Freitag 9 – 16 Uhr Mehr
Ambulanz für Erwachsene

T (030) 54 72 53 41

Erreichbarkeit
Montag bis Donnerstag 9 – 18 Uhr, Freitag 9 – 16 Uhr Mehr
Ambulanz für Kinder und Jugendliche

T (030) 54 72 30 31
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Erreichbarkeit
Dienstag, 8 - 15 Uhr Mehr
Stationen
Station EP2

T 030 54 72 35 24
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Erreichbarkeit
8 - 20 Uhr Mehr
Station EP3

T (030) 54 72 35 30
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8 - 20 Uhr Mehr
Station EP1

T (030) 54 72 35 14
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8 - 20 Uhr Mehr
Station EP4

T (030) 54 72 35 13
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Erreichbarkeit
8 - 20 Uhr Mehr

Team

Ärztliche Leitungen
Prof. Dr. med.
Martin Holtkamp
Chefarzt und Medizinischer Direktor des EZBB Profil
Dr. med.
Christoph Dehnicke
Leitender Oberarzt Profil
Dr. med.
Eva Breuer
Geschäftsführende Oberärztin, Oberärztin EP4 Profil
Dr. med.
Mira Beckhaus
Leitende Ärztin EP1 Profil
Dr. med.
Nora Füratsch
Oberärztin EP3 Profil
Dr. med.
Anja Grimmer
Oberärztin EP2 Profil
Priv.-Doz. Dr. med.
Pascal Grosse
Leiter Neurologische Schlafmedizin Profil
Dr. med.
Rebekka Lehmann
Oberärztin Neurologische Schlafmedizin Profil
Bettina Wächter
Oberärztin Diagnostik EP3 Profil
Pflegerische und therapeutische Leitungen
Dr. phil.
Tobias Gleich
Ansprechpartner Psychologie/Neuropsychologie Profil
Thomas Jaster
Ansprechpartner Sozialdienst Profil
Robert Lindenau
Stationsleitung EP2/P9 Profil
Melanie Sandmann
Stationsleitung EP3 Profil
Janine Schlopsnies
Ambulanz für Kinder Profil
Martin Schneider
Stationsleitung EP1, EP4 Profil
Petra Vomfei-Resch
Leitende MTA-F Profil

Anmeldung zur stationären und ambulanten Behandlung

Case Management
Anja Eggert
Case Managerin EP3 Profil
Sonja Pugatschow
Case Managerin EP1, EP4 Profil
Christiane Lehmann
Case Managerin EP2 Profil
Nicole Wieczorek
Case Managerin Prächirurgische Epilepsiediagnostik, Schlafmedizin Profil

Wir behandeln

Epilepsien bei Kindern und Jugendlichen

Epilepsien treten häufig bereits in jungen Jahren auf. Die vielfältigen Erscheinungsformen und Ursachen bei Epilepsien im Kindes- und Jugendalter unterscheiden sich häufig von denen im Erwachsenenalter. Auf unserer Station für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen ein und 17 Jahren bieten wir ein speziell auf diese Altersgruppe abgestimmtes Behandlungsprogramm an. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir dabei auf die Untersuchung von eventuell begleitend auftretenden Entwicklungs- und Verhaltensstörungen.

Untersuchung

Um eine Epilepsieerkrankung festzustellen, ist zunächst eine gute Beschreibung der anfallsartig auftretenden Ereignisse notwendig. Sehr hilfreich können dabei von den Angehörigen mit dem Smartphone gemachte Videoaufnahmen der Ereignisse ein. Um die Diagnose zu bestätigen, messen wir mit Hilfe eines Elektroenzphalogramms (EEG) die elektrische Aktivität an der Hirnoberfläche, ggf. auch über einen längeren Zeitraum (24 bis 72 Stunden) bei gleichzeitiger Videoüberwachung. Mit Hilfe eines Magnetenzephalogramms (MEG) wird nach Veränderungen in der Struktur des Gehirns gesucht, die für die epileptischen Anfälle ursächlich sein können. Zudem erfolgt eine gründliche und umfassende neurologische Untersuchung. Um eventuell begleitend auftretende Entwicklungs- und Verhaltensstörungen festzustellen, nutzen wir spezielle Verfahren.  

Behandlung

Wir behandeln Epilepsien in der Regel mit Medikamenten. Diese müssen sehr oft viele Jahre lang eingenommen werden. Helfen Medikamente nicht, eine Anfallsfreiheit zu erreichen, kann mit weitergehenden Untersuchungen geprüft werden, ob andere Therapieverfahren möglich sind. Dazu gehören beispielsweise ein epilepsie-chirurgischer Eingriff oder eine ketogene Diät. Um die Auswirkungen der Epilepsie auf den schulischen und privaten Alltag der erkrankten Kinder und Jugendlichen so gering wie möglich zu halten und die Familien zu entlasten, werden gemeinsam mit ihnen und ihren Angehörigen Strategien erarbeitet, die sie dabei unterstützen können. Bei längeren Aufenthalten ist der Besuch der hiesigen Krankenhausschule möglich. 

Flyer: Station EP1 Informationsblatt: Aufnahme von Begleitpersonen Website EZBB

Epilepsien bei jungen Erwachsenen

Jugendliche und junge Erwachsene sind in einer besonderen Phase ihres Lebens. Für ihre Bedürfnisse passen die Angebote für Kinder mit Epilepsien meist nicht mehr und die Behandlungskonzepte für Erwachsene noch nicht. Diese Lücke schließen wir auf unserer Station für Jugendliche und junge Erwachsene. Aufgenommen werden Patienten im Alter von 16 bis 24 Jahren, bei denen eine Epilepsie entweder erstmalig auftritt oder bereits seit vielen Jahren vorhanden ist.

Untersuchung

Liegt der Verdacht auf eine Epilepsie vor, ist zunächst eine detaillierte Beschreibung der anfallsartig auftretenden Ereignisse notwendig. Dabei helfen von Angehörigen oder Freunden mit dem Smartphone gemachte Videos der Ereignisse. Zusätzlich wird mit Hilfe eines Elektroenzphalogramms (EEG) die elektrische Aktivität an der Hirnoberfläche abgeleitet, ggf. auch über einen längeren Zeitraum (24 bis 72 Stunden) bei gleichzeitiger Videoüberwachung. Um Veränderungen in der Struktur des Gehirns festzustellen, die für die Anfälle verantwortlich sein können, nutzen wir das Magnetenzephalogramms (MET). Darüber hinaus untersuchen wir unsere Patientinnen und Patienten eingehend neurologisch und bei Bedarf auch neuropsychologisch. Um die Auswirkungen der Epilepsie auf Alltag, Schule, Beruf und Familie einschätzen und entsprechende Unterstützungskonzepte erarbeiten zu können, beinhaltet die Untersuchung bei Bedarf auch eine umfassende Sozialanamnese.   

Behandlung

Behandelt werden Epilepsien in der Regel mit Medikamenten, die über viele Jahre lang eingenommen werden müssen. Wird mit Hilfe von Medikamenten keine Anfallsfreiheit erreicht, prüfen wir, ob weitere Therapieverfahren – wie beispielsweise ein epilepsie-chirurgischer Eingriff – möglich sind. Unser therapeutisches Angebot umfasst vielfältige Gruppen- und Einzelangebote, mit deren Hilfe einerseits über das Krankheitsbild und dessen Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche informiert wird und unsere Patienten andererseits aktiviert werden (z. B. Sportgruppe, Ergotherapie, Kunsttherapie). Bei Bedarf bieten wir auch eine umfassende sozialmedizinische sowie psychotherapeutische Beratung oder führen neuropsychologische Untersuchungen durch.

Flyer: Station EP4 Website EZBB

Epilepsien bei Erwachsenen

Erwachsene mit seit längerer Zeit bestehenden oder neu auftretenden Epilepsien sowie unklaren Anfallsereignissen behandeln wir auf unserer Station für Erwachsene mit Epilepsie. Hier werden Patienten ab 18 Jahren aufgenommen, die sich selbst versorgen können. 

Untersuchung

Um den Verdacht auf eine Epilepsie zu bestätigen, nutzen wir verschiedene Untersuchungsmethoden. Zunächst ist eine gute Beschreibung der anfallsartig auftretenden Ereignisse notwendig. Sehr hilfreich sind dabei von den Angehörigen mit dem Smartphone gemachte Videos der Anfälle ein. Anschließend messen wir mit Hilfe eines Elektroenzphalogramms (EEG) die elektrische Aktivität an der Hirnoberfläche. Bei Bedarf führen wir die Messung über einen längeren Zeitraum (24 bis 72 Stunden) und bei gleichzeitiger Videoüberwachung durch. Ebenso überprüfen wir mit Hilfe eines Magnetenzephalogramms (MET), ob Veränderungen in der Struktur des Gehirns vorliegen, die für die epileptischen Anfälle ursächlich sein können. Darüber hinaus untersuchen wir unsere Patientinnen und Patienten neurologisch und – sofern notwendig – auch neuropsychologisch. Da eine Epilepsie sich auch umfassend auf den Alltag, Beruf und Familie der Betroffenen auswirkt, beinhaltet die Untersuchung außerdem eine umfassende Sozialanamnese, um anschließend gemeinsam ein Unterstützungskonzept erarbeiten zu können.

Behandlung

Epilepsien werden in der Regel mit Medikamenten behandelt. Patientinnen und Patienten müssen diese über viele Jahre, häufig sogar ein Leben lang einnehmen. Wird mit Hilfe von Medikamenten keine Anfallsfreiheit erreicht, überprüfen wir durch weitergehende Untersuchungen, ob weitere Therapieverfahren möglich sind (z. B. ein epilepsie-chirurgischer Eingriff). Neben der medizinischen Behandlung im engeren Sinne werden weitere Therapien angeboten, um der Komplexität des Krankheitsbildes gerecht zu werden. Dazu gehören Ergotherapie zur Überprüfung der Medikamentenverträglichkeit und Belastbarkeit, psychologische Betreuung, sozialmedizinische Beratung, Physiotherapie und Sportangebote. Unser Ziel ist es, die Kompetenz unserer Patientinnen und Patienten und ihrer Angehörigen im Umgang mit der Epilepsie zu stärken. Dazu gehört auch der Fokus auf deren soziale und berufliche Situation in den Einzel- und Gruppentherapien.

Flyer: Station EP3 Website EZBB

Epilepsien bei Erwachsenen mit Behinderung

Menschen mit Epilepsie und einer zusätzlichen Intelligenzminderung und/oder Mehrfachbehinderung bedürfen einer speziell auf sie abgestimmten Behandlung, die von einem Team aus verschiedenen Berufsgruppen angeboten wird. Da es bei Menschen mit einer Intelligenzminderung und/oder Mehrfachbehinderung schwieriger sein kann, bestimmte Symptome eindeutig zuzuordnen, ist es besonders wichtig, begleitende internistische, orthopädische, psychiatrische und andere Beschwerden abzuklären und in die Behandlung einzubeziehen.

Untersuchung

Um die Diagnose einer Epilepsie stellen zu können, ist zunächst eine gute Beschreibung der anfallsartig auftretenden Ereignisse notwendig. Dabei helfen mit dem Smartphone gemachte Videoaufnahmen der Anfallsereignisse. Um den Verdacht auf eine Epilepsie zu bestätigen, nutzen wir ein sogenanntes Elektroenzphalogramm. Bei der Untersuchung wird die elektrische Aktivität an der Hirnoberfläche abgeleitet, bei Bedarf auch über einen längeren Zeitraum (24 bis 72 Stunden) und bei gleichzeitiger Videoüberwachung. Mit Hilfe eines Magnetenzephalogramms (MET – ggf.  unter Gabe von Schlafmitteln) wird nach Veränderungen in der Struktur des Gehirns gesucht, die für die epileptischen Anfälle ursächlich sein können. Darüber hinaus führen wir neurologische Untersuchungen durch. Zur Feststellung von eventuell begleitend auftretenden Entwicklungs- und Verhaltensstörungen nutzen wir spezielle Verfahren. Vorliegende internistische, orthopädische oder andere Beschwerden sowie psychiatrische Auffälligkeiten werden in Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der betreffenden Fachbereiche unseres Haus abgeklärt. Um die Auswirkungen der Epilepsie auf das Leben unserer Patienten einschätzen und entsprechende Unterstützungskonzepte erarbeiten zu können, beinhaltet die Untersuchung bei Bedarf auch eine umfassende Sozialanamnese.  

Behandlung

Bei Menschen mit Intelligenzminderung und/oder Mehrfachbehinderungen sind Epilepsien oft durch schwere Krankheitsverläufe mit häufigen und gefährdenden Anfällen in Verbindung mit einer Nicht-Wirksamkeit von Medikamenten gekennzeichnet. Um Patientinnen und Patienten zu helfen, nutzen wir daher das gesamte therapeutische Spektrum, beginnend mit differenzierten Medikamenten-Therapien über die Epilepsie-Chirurgie bis hin zu Vagus-Nerv-Stimulationen. Um das Verständnis für die Erkrankung und deren Bewältigung zu erhöhen, nutzen wir einzel- und gruppentherapeutische Angebote. Unser Ziel ist es, die soziale und berufliche Integration unserer Patienten nachhaltig zu fördern, zu verbessern und dabei auch ihre Bezugspersonen zu unterstützen.

Flyer: Station EP2 Informationsblatt: Aufnahme einer Begleitperson Website EZBB

Neurologische Schlafstörungen

Neurologische Schlafstörungen können vielfältige Ursachen haben. Wir behandeln Patientinnen und Patienten ab zwölf Jahren, deren Schlafstörungen auf Funktionsstörungen des Nervensystems zurückzuführen sind. Dazu gehören beispielsweise Verhaltensauffälligkeiten im Schlaf (z. B. Schlafwandeln, sonstige Bewegungen), Tagesschläfrigkeit sowie Einschlafattacken (z. B. Narkolepsie, Kataplexie), Syndrom der unruhigen Beine (Restless-Legs-Syndrom), Schlafstörungen des Jugendalters oder Störungen in der Abfolge des Schlaf-Wach-Rhythmus.

Untersuchung

Wir untersuchen Schlafstörungen mithilfe verschiedener Überwachungsmethoden. Während die Patientinnen und Patienten schlafen, werden mit Hilfe hochsensibler Geräte die nächtliche Hirn- und Muskelaktivität, Augenbewegungen, Herzfrequenz, Atmung, Geräusche und Verhaltensauffälligkeiten aufgezeichnet. Damit können auch neurologische Schlafstörungen von schlafbezogenen epileptischen Anfällen oder von Schlafstörungen, die in Folge psychischer Erkrankungen auftreten, abgegrenzt werden. Auch Schlafstörungen, die durch andere Erkrankungen des Nervensystems bedingt sind (z. B. Multiple Sklerose, Schlaganfall, HIV-Infektion, Parkinson, rheumatologischen Erkrankungen), können untersucht werden. Darüber hinaus bieten wir Multiple Schlaflatenz-Tests (MSLT), Multiple Wachbleibetests (MWT) und neuropsychologische Untersuchungen an, mit denen die Ursache der Schlafstörungen festgestellt werden kann.

Behandlung

Um die Ursache der Schlafstörungen zu erkennen, werten wir die Untersuchungsergebnisse aus und erstellen anschließend einen abgestuften und differenzierten Behandlungsplan. Die Erstvorstellung und die Weiterbehandlung erfolgen in den zum Netzwerk des Epilepsie-Zentrums Berlin-Brandenburg gehörenden Ambulanzen der Charité – Universitätsmedizin Berlin oder im ebenfalls dazu gehörenden Ärztehaus am KEH mit Epilepsie-Zentrum.

Flyer: Neurologische Schlafmedizin Website EZBB

Weitere Informationen

Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg

Das Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg (EZBB) ist ein seit April 2001 bestehendes Netzwerk, dessen Kern die Abteilung für Epileptologie und das Institut für Diagnostik der Epilepsien am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) und die Epilepsieklinik Tabor in Bernau bilden. Hinzu kommt der Bereich Klinische und experimentelle Epileptologie, der an allen drei Campi der Charité – Universitätsmedizin Berlin vertreten ist. Ziel unserer Arbeit ist die optimale Diagnostik, Therapie, Beratung und Rehabilitation für Menschen mit Epilepsie aller Altersgruppen mit oder ohne zusätzliche Behinderung. Unsere ambulanten und stationären Behandlungsangebote umfassen medikamentöse, chirurgische, diätetische, sozialmedizinische und psychotherapeutische Ansätze.

Zur Website des EZBB

Epilepsie-Chirurgie

Als speziell für die prächirurgische Epilepsiediagnostik und operative Epilepsietherapie zertifiziertes Zentrum, bieten wir für Kinder, Jugendliche und Erwachsene alle vorbereitenden Untersuchungen an mit denen wir abklären können, ob eine operative Epilepsietherapie möglich ist. Im Vorfeld einer möglichen Operation stellen wir fest, ob bei Patientinnen und Patienten mit einer fokalen Epilepsie, die durch Medikamente nicht anfallsfrei geworden sind, durch einen operativen Eingriff Anfallsfreiheit erreicht werden kann. Dazu ist mindestens ein- bis mehrwöchiger stationärer Aufenthalt notwendig. Basierend auf den Untersuchungsergebnissen können weitere stationäre Aufenthalte notwendig werden.

Die Empfehlung für oder gegen eine Operation wird unter Berücksichtigung der individuellen Aspekte und Befunde in einer wöchentlichen Besprechung mit allen an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen getroffen. Die Operationen selbst werden von unseren Kooperationspartnern, der Klinik für Neurochirurgie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin (resektive Epilepsiechirurgie) sowie dem Universitätsklinikum Magdeburg (Laser-Ablation) durchgeführt. Außerdem stehen neben einer chirurgischen Entfernung des Anfallsfokus auch neurostimulatorische Verfahren wie die Vagus-Nerv-Stimulation und die tiefe Hirnstimulation zur Verfügung. 

Nach der Operation wird ein Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik empfohlen, um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern. Dieser findet in der Regel in der Neurologischen Rehabilitationsklinik Beelitz Heilstätten statt, die ebenfalls Teil des Netzwerks des Epilepsie-Zentrums Berlin-Brandenburg ist.

Website EZBB


Neuigkeiten

Aktuelles

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt besucht KEH

Am Donnerstag, 3. März 2022, besuchte Katrin Göring-Eckardt (Grüne), Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Berlin-Lichtenberg. Vor Ort informierte sie sich im Gespräch mit der Klinikleitung sowie Pflegekräften, Ärzten und Auszubildenden über die derzeitige Situation im Gesundheitswesen.

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt mit Pflegekräften

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt mit Pflegekräften

Berlin-Lichtenberg, den 9. März 2022 – Seit zwei Jahren ist das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge wie alle Kliniken in Deutschland im Ausnahmezustand. Aktuell werden weiter rund 40 an Covid-19 erkrankte Patienten in der Klinik in Berlin-Lichtenberg behandelt. Während eines zweistündigen Besuches informierte sich Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt über die derzeitige Situation und wie die Mitarbeitenden des Krankenhauses die Pandemiezeit erlebt haben und weiterhin erleben. Neben Mitarbeitenden aus den somatischen Bereichen, wie der Pandemiestation und der Intensivstation, tauschte sie sich auch mit Ärzten und Pflegekräften aus den psychiatrischen Bereichen des KEH aus. Darüber hinaus sprach sie mit Auszubildenden der klinikeigenen Pflegeschule über die Zukunft des Pflegeberufes in Deutschland. 

Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages: „Ich danke den Pflegerinnen und Pflegern, dass sie mir bei meinem Besuch geschildert haben, wie die Pandemie ihr Arbeiten verändert hat und welche Herausforderungen zu meistern waren und noch zu meistern sind. Der Austausch mit den Auszubildenden der Pflegeschule, wie sie die Pflege heute und in der Zukunft sehen, war mir besonders wichtig. Vielen Dank für Ihre eindrücklichen Berichte. Aber vor allem Danke, dass Sie alle da waren und da sind für die Menschen, die Ihre Hilfe brauchen.“

Michael Mielke, Geschäftsführer: „Wir freuen uns, dass Frau Göring-Eckardt sich die Zeit genommen hat, unser Haus zu besuchen. Wichtig war es uns, auch direkte Gespräche zwischen ihr und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ermöglichen. So konnten unsere Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie Auszubildenden auch ganz persönlich ihren Eindruck zur Pandemiezeit und zur derzeitigen Lage im Krankenhauswesen schildern. Neben den Bereichen, in denen körperliche Erkrankungen behandelt werden, sollte dabei die Arbeit in den psychiatrischen Abteilungen nicht vergessen werden.“