Urologie

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Unsere Expertinnen und Experten in der Urologie erkennen und behandeln Erkrankungen der Nieren, Harnwege und männlichen Geschlechtsorgane. Mit modernen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden stehen wir an der Seite unserer Patientinnen und Patienten. 

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Team

Ärztliche Leitungen
Prof. Dr. med.
Frank Friedersdorff
Chefarzt Profil
Dr. med.
Robert Kössler
Leitender Oberarzt Profil
Dr. med.
Holger Beutel
Oberarzt Profil
Dr. med.
Martin Kanne
Oberarzt, Leiter Endourologisches Laserzentrum Profil
Dr. med.
Jorien Krediet
Funktionsoberärztin Profil
Pflegerische Leitungen
Marlies Vogler
Stationsleitung CHG1, UR1 Profil

Wir behandeln

Gutartige Prostatavergrößerung

Die Prostata gehört zu den männlichen Geschlechtsorganen. Im Laufe des Lebens kann sie sich vergrößern, dabei wird zwischen gut- und bösartigen Veränderungen unterschieden. Davon betroffen sind vor allem Männer im höheren Lebensalter. Um Ausmaß und Schwere einer Prostatavergrößerung beziehungsweise -veränderung festzustellen, führen wir ein ausführliches Patientengespräch und tasten die Prostata ab. Zusätzlich nutzen wir Ultraschalluntersuchungen der Prostata und Harnblase und Blutuntersuchungen, um die Diagnose zu bestätigen.

Gutartige Vergrößerungen der Prostata behandeln wir im ersten Schritt mit Medikamenten. Sollten diese nicht helfen oder der individuelle Leidensdruck zu groß sein, ziehen wir auch eine Operation in Betracht. Bei einer Operation nutzen wir die Holmiumlaser-Enukleation der Prostata (HoLEP). Dabei wird mithilfe eines Lasers das vergrößerte Gewebe abgelöst, zerkleinert und abschließend abgesaugt. Das Gewebe wird anschließend durch die Pathologie untersucht. Neben der HoLEP wird auch weiterhin alternativ die konventionelle Entfernung (Transurethrale Prostataresektion, TuR-P) im modernen bipolaren Verfahren durchgeführt.

Bösartige Prostatavergrößerung und Prostatakarzinom

Es kann auch zu bösartigen Veränderungen der Prostata (Prostatakarzinomen) kommen. Um Ausmaß und Schwere der Erkrankung festzustellen, führen wir ein ausführliches Patientengespräch und tasten die Prostata ab. Hinzu kommen Ultraschalluntersuchungen der Prostata und Blutuntersuchungen. Durch die Entnahme und Untersuchung einer Gewebeprobe bestätigen oder entkräften wir die Diagnose. Die Biopsie kann bei uns mit der MRT fusionsgestützt durchgeführt werden. 

Die Behandlung der Krebserkrankung hängt von Art, Größe und Stadiums des Tumors sowie möglicher Tochtergeschwulste (Metastasen) ab. Sollte eine Operation für Sie in Frage kommen, bieten wir unterschiedliche Verfahren der Prostataentfernung an. Dabei entfernen wir die Prostata in der Regel inklusive der benachbarten Samenblasen sowie der Beckenlymphknoten. In ausgewählten Fällen von Prostatakarzinomen kann zur Verbesserung des Wasserlassens ebenfalls eine Holmiumlaser-Enukleation der Prostata (HoLEP) eingesetzt werden (z. B. vor einer Strahlentherapie), dabei handelt es sich jedoch nicht um eine eigentliche Krebsbehandlung.

Nierentumoren

Bei einem Verdacht auf einen Nierentumor nutzen wir verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten, um eine Diagnose zu stellen. Auffällig werden Nierentumoren meist durch eine routinehaften Ultraschalluntersuchung. Zur Sicherung der Befunde wird eine Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) durchgeführt. Zudem werden eine ausführliche Anamnese, körperliche Untersuchung und Laboruntersuchungen durchgeführt.

Die Behandlung des Nierenkrebses hängt von Art und Größe der Erkrankung ab. Dafür stehen uns verschiedene minimal-invasive und offen-chirurgische Operationsverfahren zur Verfügung. Nach Möglichkeit versuchen wir entsprechend den Leitlinien organerhaltend zu operieren, was in den meisten Fällen auch minimal-invasiv möglich ist. Ist die Krebserkrankung weiter fortgeschritten oder haben sich bereits Tochtergeschwüre (Metastasen) gebildet, kann die Entfernung der gesamten Niere notwendig sein. Bei der medikamentösen Therapie arbeiten wir eng mit uro-onkologischen und onkologischen Schwerpunktpraxen zusammen.

Harnblasentumoren

Ein Harnblasentumor ist eine bösartige Geschwulst der Harnblase. Besteht der Verdacht auf Harnblasenkrebs, führen wir zunächst eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung durch. Außerdem untersuchen wir den Urin und führen eine Blasenspiegelung durch. Hinzu kommt gegebenenfalls eine bildgebende Untersuchung wie die Computertomografie (CT).

Wir behandeln Harnblasenkrebs je nach Art und Größe des Tumors und ob sich bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet haben. Handelt es sich um oberflächlichen Harnblasenkrebs, wird in der Regel nur der Tumor während einer minimal-invasiven Operation abgetragen. Einige Wochen nach der Operation erfolgt eine Nachuntersuchung, um den Erfolg zu überprüfen. Bei Tumoren, die bereits in die Muskelschicht der Blase eingedrungen sind, muss meist die gesamte Harnblase entfernt werden. Wenn dies der Fall ist, bieten wir verschiedene Arten der Ersatzharnblase an. Dazu gehören die kontinente Ersatzblase (Neoblase), das Ileum-Conduit oder Harnleiterhautfisteln.

Harnsteinleiden

Harnsteine sind Ablagerungen aus Harnsalzen, die im gesamten Harntrakt entstehen können. Dazu gehören Nierensteine, Harnleitersteine und Harnblasensteine. Neben einem ausführlichen Patientengespräch und eine Untersuchung der Blutwerte, erfolgt zunächst eine Untersuchung mittels Computertomografie ohne Kontrastmittel.

Viele Harnsteine verlassen den Körper auf natürliche Art und Weise, dies können wir durch die Gabe von Medikamenten unterstützen. Reicht dies nicht aus, stehen uns verschiedene operative Behandlungsmethoden zur Verfügung, die wir bei Bedarf auch kombinieren. Dazu gehören die minimal-invasive Steintherapie mittels perkutaner Nephrolitholapaxie (Mini-PNL), die flexible beziehungsweise halb-starre Harnleiterspiegelung (URS) und die Harnblasenstein-Lithotripsie mit dem Holmium-Laser.

Hodentumoren

Hodentumoren sind meist bösartige Veränderung des Hodengewebes. Häufig werden sie durch das selbstständige Abtasten des Hodens entdeckt. Um den Verdacht zu bestätigen, nutzen wir verschiedene Untersuchungsmethoden. Neben einer körperlichen Untersuchung gehören dazu bildgebende Verfahren wie Ultraschall und eine Blutuntersuchung (Tumormarker). Hinzu kommt eine operative Hodenfreilegung, um das Tumorgewebe zu untersuchen.

Die Behandlung von Hodentumoren erfolgt nach Art, Größe und Ausbreitung des Tumors. Handelt es sich um einen bösartigen Tumor, so wird dieser operativ entfernt.  Sollte zusätzlich eine Chemotherapie durchgeführt werden müssen, kann diese auch bei uns durchgeführt werden.

Dialyse- oder transplantierte Patientinnen und Patienten

In Kooperation mit unseren Kolleginnen und Kollegen der Abteilung für Nephrologie behandeln wir Dialyse- oder transplantierte Patienten (Zystennierenentfernung, Transplantatnierenentfernung und Teilnierenentfernung). Lebendnierenspenden werden an der Charité durch unseren Chefarzt Prof. Dr. Friedersdorff durchgeführt.

Weitere Informationen

Endourologisches Laserzentrum

In unserem endourologischen Laserzentrum (ELZ) kümmern wir uns speziell um die gutartige Prostatavergrößerung (BPH) und das Harnsteinleiden. Zur effektiven Behandlung dieser, in unserer Gesellschaft immer häufiger werdenden, Erkrankungen sind in der modernen Medizin immer schonendere und sicherere Methoden entwickelt worden. Dabei spielt der Einsatz des Hochleistungs-Holmiumlasers eine wichtige Rolle. 

In der Abteilung für Urologie haben wir bereits langjährige Erfahrungen mit diesen Behandlungsverfahren. Daher veranstalten wir auch regelmäßig international besuchte Workshops und Fortbildungsveranstaltungen in unserer Klinik. Zur weiteren Bündelung der Kompetenzen und zur Sicherung der Behandlungsqualität haben wir im Jahr 2020 für unsere Patienten das Endourologische Laserzentrum (ELZ) am KEH etabliert.

Holmium-Laser Enukleation der Prostata (HoLEP)

Das moderne Laserverfahren bietet eine besonders schonende Behandlung von Prostatavergrößerungen jeder Größe. Bei dem Eingriff wird ein Sichtgerät mit Videokamera (Endoskop) durch die Harnröhre eingeführt. Mit dem Laserinstrument wird dann das vergrößerte Prostatagewebe aus der Kapsel herausgelöst.

Die HoLEP wird eingesetzt:

  • bei Beschwerden bei gutartiger Prostatavergrößerung (BPH) jeder Größe
  • in ausgewählten Fällen von Prostatakarzinomen zur Verbesserung des Wasserlassens (keine eigentliche Krebsbehandlung)
  • bei erneut auftretenden Beschwerden nach vorheriger Operation (Rezidivadenom)
  • bei Blasenhals- und Harnröhrenengstellungen (Stenosen)

Darüber hinaus verwenden wir den Hochleistungs-Holmiumlaser auch bei der Behandlung von Blasen-, Harnleiter- und Nierensteinen sowie zur Behandlung von ausgewählten Tumoren im oberen Harntrakt.
 

Weitere urologische Untersuchungs- und Behandlungsmethoden

Ultraschall

Wir nutzen Ultraschalluntersuchungen, um krankhafte Veränderungen an den Nieren, an der Harnblase, dem Harnleiter oder dem Hoden festzustellen. Dafür setzen wir den Ultraschallkopf dort auf die Haut auf, wo sich das betreffende Organ befindet.

Harnröhren- und Blasenspiegelung

Bei einer Harnröhren- und Blasenspiegelung, in der Fachsprache auch Zystoskopie, genannt, führen wir ein Sichtgerät unter Spülung mit Wasser durch die Harnröhre in die Harnblase vor. So können wir verschiedene Veränderungen der Harnwege, Blase und Prostata feststellen. Bei Bedarf können wir kleinere chirurgische Eingriffe bereits während der Harnröhren- und Blasenspiegelung unter Narkose durchführen.

Restharnmessung

Die Restharnmessung führen wir mithilfe eine Ultraschalluntersuchung durch, um mögliche Blasenentleerungsstörungen festzustellen.

Harnstrahlmessung

Bei der Harnstrahlmessung messen wir, wie viel Harn bei der Harnblasenentleerung pro Sekunde durch die Harnröhre fließt. So können wir Verengungen der Harnröhre, beispielsweise durch eine vergrößerte Prostata, feststellen.

Perkutane Nephrolitholapaxie (Mini-PNL)

Bei einer Mini-PNL wird von der Körperaußenseite mit Hilfe einer Punktionsnadel ein dünner Kanal bis zur Niere gelegt. Anschließend wird eine kleine Videokamera eingeführt, um die Niere zu untersuchen und zu behandeln. So können größere Steine in der Niere zertrümmert und entfernt werden.

Ureterorenoskopie (URS)

Bei einer Ureterorenoskopie führen wir durch die Harnröhre und den Harnleiter ein Endoskop in das Nierenbecken. So entfernen wir Steine aus dem Harnleiter oder dem Nierenbecken mit flexiblen und halb-starren Instrumenten.

Harnblasenstein-Lithotripsie (ESWL)

Bei einer Harnblasenstein-Lithotripsie zerkleinern wir Harnsteine unter Ultraschallkontrolle durch von außen wirkende Stoßwellen.

Transurethrale Prostataresektion (TURP)

Die transurethrale Prostataresektion ist ein operativer Eingriff, bei dem das vergrößerte Prostatadrüsengewebe über die Harnröhre mittels Elektroschlinge ausgeschabt wird.

Transurethrale Blasentumorresektion (TURB)

Die transurethrale Blasentumorresektion ist ein operativer Eingriff, bei dem ein Blasentumor über die Harnröhre mittels Elektroschlinge ausgeschabt wird.

Harnröhrenschlitzung (Urethronomie)

Die Harnröhrenschlitzung ist ein minimal-invasives Verfahren bei Verengungen der Harnröhre.


Neuigkeiten

Aktuelles

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt besucht KEH

Am Donnerstag, 3. März 2022, besuchte Katrin Göring-Eckardt (Grüne), Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Berlin-Lichtenberg. Vor Ort informierte sie sich im Gespräch mit der Klinikleitung sowie Pflegekräften, Ärzten und Auszubildenden über die derzeitige Situation im Gesundheitswesen.

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt mit Pflegekräften

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt mit Pflegekräften

Berlin-Lichtenberg, den 9. März 2022 – Seit zwei Jahren ist das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge wie alle Kliniken in Deutschland im Ausnahmezustand. Aktuell werden weiter rund 40 an Covid-19 erkrankte Patienten in der Klinik in Berlin-Lichtenberg behandelt. Während eines zweistündigen Besuches informierte sich Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt über die derzeitige Situation und wie die Mitarbeitenden des Krankenhauses die Pandemiezeit erlebt haben und weiterhin erleben. Neben Mitarbeitenden aus den somatischen Bereichen, wie der Pandemiestation und der Intensivstation, tauschte sie sich auch mit Ärzten und Pflegekräften aus den psychiatrischen Bereichen des KEH aus. Darüber hinaus sprach sie mit Auszubildenden der klinikeigenen Pflegeschule über die Zukunft des Pflegeberufes in Deutschland. 

Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages: „Ich danke den Pflegerinnen und Pflegern, dass sie mir bei meinem Besuch geschildert haben, wie die Pandemie ihr Arbeiten verändert hat und welche Herausforderungen zu meistern waren und noch zu meistern sind. Der Austausch mit den Auszubildenden der Pflegeschule, wie sie die Pflege heute und in der Zukunft sehen, war mir besonders wichtig. Vielen Dank für Ihre eindrücklichen Berichte. Aber vor allem Danke, dass Sie alle da waren und da sind für die Menschen, die Ihre Hilfe brauchen.“

Michael Mielke, Geschäftsführer: „Wir freuen uns, dass Frau Göring-Eckardt sich die Zeit genommen hat, unser Haus zu besuchen. Wichtig war es uns, auch direkte Gespräche zwischen ihr und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ermöglichen. So konnten unsere Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie Auszubildenden auch ganz persönlich ihren Eindruck zur Pandemiezeit und zur derzeitigen Lage im Krankenhauswesen schildern. Neben den Bereichen, in denen körperliche Erkrankungen behandelt werden, sollte dabei die Arbeit in den psychiatrischen Abteilungen nicht vergessen werden.“

Veranstaltungen

Es sind derzeit keine Veranstaltungen geplant. Bitte schauen Sie demnächst wieder vorbei.