Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Erwachsenenalters

Informationen für Patienten

Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Erwachsenenalters

Informationen für Patienten

In unserer Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik bieten wir ein umfassendes Behandlungsangebot für psychiatrische und psychosomatische Erkrankungen. Erwachsene Patientinnen und Patienten aus dem Berliner Bezirk Lichtenberg behandeln wir notfallmäßig stationär. Geplant besteht ein (teil-)stationäres und in besonderen Fällen ambulantes Behandlungsangebot für alle Menschen.

Kontakt

Sekretariate
Abteilungssekretariat Erwachsenenpsychiatrie
Kerstin Herrmann

T (030) 54 72 48 01
F (030) 54 72 29 13
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Sekretariat Erwachsenenpsychiatrie
Mandy Mitschke

T (030) 54 72 48 02
F (030) 54 72 29 36
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Stationssekretariat P1, P2
Ulrike Pötzsch

T (030) 54 72 58 61
F (030) 54 72 29 98 61
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Stationssekretariat P3, P4, P5, P6
Anke Bosse

T (030) 54 72 48 03
F (030) 54 72 29 37
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Sekretariat Tageskliniken
Carolin Kelm

T (030) 54 72 68 54
F (030) 54 72 29 95 70
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Stationen
Station P1

T (030) 54 72 58 30
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Erreichbarkeit
8 - 20 Uhr Mehr
Station P2

T (030) 54 72 58 50
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Erreichbarkeit
8 - 20 Uhr Mehr
Station P3

T (030) 54 72 48 50
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Erreichbarkeit
8 - 20 Uhr Mehr
Station P4

T (030) 54 72 48 40
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Erreichbarkeit
8 - 20 Uhr Mehr
Station P5

T (030) 54 72 48 20
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Erreichbarkeit
8 - 20 Uhr Mehr
Station P6

T (030) 54 72 48 30
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Erreichbarkeit
8 - 20 Uhr Mehr
Tageskliniken
Psych. Tagesklinik Hohenschönhausen

T (030) 54 72 54 50
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Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 8 - 15 Uhr Mehr
Psych. Tagesklinik Am Landschaftspark

T (030) 54 72 68 50
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Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 8 - 15 Uhr Mehr
Psych. Tagesklinik für Suchterkrankungen CPC

T (030) 54 72 43 01
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Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 8 bis 15 Uhr Mehr
Psychosomatische Tagesklinik Lichtenberg CPC

T (030) 54 72 43 80
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Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 14 - 15 Uhr Mehr
Psych. Tagesklinik Lichtenberg CPC

T (030) 54 72 43 00
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Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 8 - 15 Uhr Mehr
Ambulanzen
Psychiatrische Institutsambulanz für Erwachsene im CPC

T (030) 54 72 43 50
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Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 8 - 14 Uhr Mehr
Tuvan Vietnam

T (030) 54 72 43 50
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Erreichbarkeit
Thứ ba: 15:00 - 19:00 h Mehr
Russischsprachige Ambulanz

T (030) 54 72 43 50
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Erreichbarkeit
Mittwoch, 13 - 19 Uhr Mehr
Psychiatrische Institutsambulanz für Erwachsene (PIA-E)

T (030) 54 72 49 70
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Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 8 - 12 Uhr und 12.30 - 16 Uhr Mehr

Team

Ärztliche Leitungen
Dr. med.
Christoph Schade
Chefarzt, stellv. Ärztlicher Direktor Profil
Philipp Bartels
Funktionsoberarzt P1 Profil
Dr. med.
Ronald Burian
Oberarzt CPC Profil
Dr. med.
Henriette Ebanja
Oberärztin Psychiatrische Institutsambulanz für Erwachsene Profil
Dr. med.
Cornelia Klinger
Oberärztin P1 Profil
Prof. Dr. med.
Torsten Kratz
Leitung Gerontopsychiatrie P5 und P6 Profil
Eva Lackner
Leitung Tagesklinik Hohenschönhausen Profil
Dr. med.
Alexandra Sachs
Leitung Tagesklinik Psychosomatik CPC Profil
Dr. med.
Niklas Trempler
Oberarzt P2 Profil
Dipl. med.
Hannelore Vater
Oberärztin P3 Profil
Psychologische Leitungen
Dr. rer. nat.
Mareike Samaan
Leitende Psychologin Profil
Dr. phil.
Karoline Groppe
Psychologische Leitung Tagesklinik Hohenschönhausen Profil
Marcel Reich
Psychologische Leitung Tagesklinik am Landschaftspark Profil
Johannes Scheidemann
Psychologische Leitung P4 Profil
Pflegerische Leitungen
Philipp Gaude
Stationsleitung P1 Profil
Steve Kirchhof
Stationsleitung P1 Profil
Ines Raab
Stationsleitung P2 Profil
Simone Rehfeld
Stationsleitung P5, P6 Profil
Torsten Rodemerk
Pflegerische Bereichsleitung Psychiatrie, Stationsleitung P4 Profil
Sabine Tandetzki
Stationsleitung P3 Profil
Cornelia Zimmler
Stationsleitung Tagesklinik am Landschaftspark Profil
Weitere Leitungen
Reto Gantenbein
Leitung Sozialdienst Profil
Kathrin Geyer
Leitung Physiotherapie Profil
Mona Heinrich
Leitende Ergotherapeutin Profil

Wir behandeln

Abhängigkeitserkrankungen

Abhängigkeitserkrankungen (z. B. Alkoholabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit oder Drogenabhängigkeit) können gravierende Folgen für die psychische und körperliche Gesundheit haben. Auf unserer auf Abhängigkeitserkrankungen spezialisierten Station P3 führen wir im stationären Rahmen eine qualifizierte Entzugsbehandlung durch. 

Für manche Betroffenen ist eine stationäre Behandlung nicht notwendig oder möglich. In unserer Tagesklinik für Suchterkrankungen im City Point Centrum (CPC) bieten wir eine teilstationäre Entzugsbehandlung für Menschen mit Alkoholabhängigkeit oder schädlichem Gebrauch und Konsum von Cannabis oder Amphetaminen an und behandeln begleitende psychische Erkrankungen. In der Psychiatrischen Institutsambulanz für Suchterkrankungen im CPC versorgen wir Betroffene zudem auch ambulant.

Station P3 Tagesklinik für Suchterkrankungen im City Point Centrum (CPC) Psychiatrische Institutsambulanz für Suchterkrankungen im CPC

Angststörung

Menschen mit einer Angststörung empfinden bestimmte Situationen, Themen oder Gegenstände als extrem bedrohlich. Um mit der Bedrohung umzugehen, meiden sie diese angstauslösenden Faktoren. Dieses Vermeidungsverhalten schränkt den persönlichen Alltag und die Lebensgestaltung oft erheblich ein. Die starken Bedrohungs- oder Angstgefühle werden von körperlichen Symptomen begleitet, dazu gehören Schweißausbrüche, Atemprobleme, Herzrasen oder Schwindel. Zu den Angststörungen gehören beispielsweise die Panikstörung, soziale Phobie und generalisierte Angststörung.

Vor der Behandlung von Angststörungen erfolgt eine ausführliche Untersuchung der auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren für die jeweiligen Ängste. Daran schließt sich eine umfangreiche Informationsvermittlung zum Thema Angst an. Unter anderem erhalten Patientinnen und Patienten Hintergrundwissen zur Funktion von Angst, Aufschaukeln der Angst (sogenannter „Teufelskreis der Angst“), Bedeutung von Sicherheits- und Vermeidungsverhalten sowie Angstverlauf. Der wichtigste Bestandteil der Angstbehandlung in unserem Haus ist die Psychotherapie (Verhaltenstherapie). Diese wird sowohl in Einzelgesprächen als auch in Gruppentherapien durchgeführt. Wir wenden vor allem Techniken wie Expositionstherapie an, bei der Patientinnen und Patienten (nach gründlicher Vorbereitung mit der Therapeutin oder dem Therapeuten) mit dem angstauslösenden Reiz konfrontiert werden. Ergänzend können unter anderem Bewegungstherapie und Ergotherapie zum Einsatz kommen. Bei Bedarf erfolgt zusätzlich eine Behandlung mit Medikamenten. Patientinnen und Patienten mit Angst behandeln wir auf den Stationen P2 und P4, im fortgeschrittenen Lebensalter auf der gerontopsychiatrischen Station P5. In vielen Fällen ist auch eine teilstationäre beziehungsweise ambulante Behandlung möglich.

Station P2 Station P4 Station P5

 

Demenz

Bei Menschen mit Demenz nimmt die Leistungsfähigkeit des Gehirns krankheitsbedingt ab. Die Erkrankung trifft in der Regel Menschen des höheren Lebensalters und äußert sich durch einen zunehmenden Abbau der kognitiven Fähigkeiten und der Gedächtnisleistung. Hinzu kommen Vergesslichkeit, Orientierungsverlust und Sprachstörungen. Weitere auffällige Symptome können Persönlichkeitsveränderungen und Bewegungsstörungen, Angst und Aggressivität sein.

Demenz ist bisher nicht heilbar, jedoch lassen sich die Beschwerden behandeln und lindern. Vor jeder Behandlung steht eine ausführliche Untersuchung. Zudem prüfen wir, welche funktionellen Defizite im Einzelfall vorliegen. Menschen mit Demenz behandeln wir auf der darauf spezialisierten Station P6 der Gerontopsychiatrie. Unser Therapieansatz umfasst die gleichzeitige psychiatrische Behandlung und psychotherapeutische Therapie in Form von Einzel- und Gruppentherapien. Zu unserem Angebot gehören zusätzlich unter anderem die medikamentöse Behandlung, Gedächtnistraining, Garten- und Entspannungstherapie, Physiotherapie und Ergotherapie.

Station P6

Depression

Menschen mit Depression spüren oft über eine längere Zeit eine große Traurigkeit. Hinzu kommt ein Interessenverlust an Dingen und Aktivitäten, die zuvor Freude bereitet haben. Auch Konzentrationsstörungen, permanentes Grübeln, verringertes Selbstvertrauen und körperliche Symptome, wie Schlafstörungen, Schmerzen, Appetitlosigkeit und Lebensüberdrussgedanken, können eine Depression begleiten. 

Am Anfang der Behandlung von Depressionen steht eine ausführliche Untersuchung. Die anschließende Therapie hängt von der Schwere der Erkrankung und individuellen Faktoren ab. Ein wichtiger Bestandteil ist die Psychotherapie. Diese wird sowohl in Einzelgesprächen als auch Gruppentherapien durchgeführt. Ergänzend können unter anderem Bewegungstherapie, Entspannungs- und Gestaltungstherapie sowie Wach- und Lichttherapie zum Einsatz kommen. Bei Bedarf erfolgt zusätzlich eine Behandlung mit Medikamenten. Patientinnen und Patienten mit Depression behandeln wir auf den Stationen P2 und P4, im fortgeschrittenen Lebensalter auf der gerontopsychiatrischen Station P5. Oft ist auch eine teilstationäre beziehungsweise ambulante Behandlung möglich. So können Patientinnen und Patienten in ihrem sozialen Umfeld bleiben.

Station P2 Station P4 Station P5

Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen zeichnen sich durch stark ausgeprägte Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen aus. Diese können sich ganz unterschiedlich äußern, beispielweise durch extreme Stimmungsschwankungen mit einer Neigung zu selbstschädigendem Verhalten (Borderline-Persönlichkeitsstörung), mit aggressivem und antisozialem Verhalten gegenüber der Umwelt (antisoziale Persönlichkeitsstörung), mit übersteigertem Bedrohungsempfinden und Verfolgungsideen (schizotype bzw. paranoide Persönlichkeitsstörung), mit krankhaft übersteigertem Selbstbewusstsein bei gleichzeitig niedrigem Selbstwertgefühl (narzisstische Persönlichkeitsstörung) oder mit einem übersteigerten Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Anerkennung (histrionische Persönlichkeitsstörung). Diese Persönlichkeitsanteile können in bestimmten Situationen zu schweren psychischen Krisen führen und fordern von dem Behandlungsteam ein besonderes therapeutisches Verständnis. 

Vor der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen erfolgt eine eingehende Untersuchung mithilfe von strukturierten klinischen Interviews. In einem Gespräch geben wir Patientinnen und Patienten ausführliche Rückmeldung zur Diagnose sowie dem Einsatz von psychotherapeutischen Techniken zur Stabilisierung sowie zum Erlernen alternativer Denk- und Verhaltensweisen an (z. B. Skilltraining in der Gruppe und im Einzelgespräch, Identifizieren von automatischen Gedanken und Grundüberzeugungen, Fokussieren auf alternative Gedanken und Verhaltensweisen). Patientinnen und Patienten mit Persönlichkeitsstörungen behandeln wir auf den Stationen P2 und P4, im fortgeschrittenen Lebensalter auf der gerontopsychiatrischen Station P5. In einigen Fällen ist auch eine teilstationäre beziehungsweise ambulante Behandlung möglich. Sie schließt sich in der Regel an einen stationären Aufenthalt an.

Station P2 Station P4 Station P5

Psychose

Bei einer Psychose verlieren Betroffene den Bezug zur Wirklichkeit, auch Denken, Fühlen und Wahrnehmung verändern sich. Zusätzlich können Wahrnehmungsstörungen in Form von Halluzinationen und Wahnideen auftreten.

Um Ursache und Schwere der Psychose festzustellen, führen wir eine ausführliche Untersuchung durch und klären, ob und inwiefern körperliche Ursachen eine Rolle spielen. Menschen mit Psychose behandeln wir auf Basis eines individuellen Behandlungsplans, der auf die Art und Schwere der Erkrankung sowie die aktuelle Situation des Betroffenen abgestimmt ist auf der Station P1. Die Therapie umfasst neben der Behandlung mit anti-psychotisch wirkenden Medikamenten auch ein therapeutisches Programm. Dazu gehören gruppentherapeutische Seminare (z. B. Psychoedukation, kognitive Verhaltenstherapie, meta-kognitives Training, soziales Kompetenztraining, Achtsamkeit), Ergo- sowie Bewegungs- und Musiktherapie. Die Behandlung führen wir stationär oder teilstationär durch. Auch eine ambulante Behandlung ist möglich.

Station P1

Psychosomatik

Zwischen Psyche und Körper herrscht eine stete Wechselbeziehung. Psychische Probleme können sich in Form körperlicher Beschwerden äußern und körperliche Erkrankungen sich auf die Psyche auswirken. Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus oder anderen chronischen Erkrankungen, die Probleme mit der Krankheitsbewältigung haben, können in der Folge beispielsweise Belastungsstörungen oder Depression entwickeln. Auch gibt es Menschen, deren körperliche Symptome und Beschwerden nicht ausreichend durch medizinische Befunde erklärbar sind und die eine psychosomatische Behandlung benötigen.

Psychosomatische Beschwerden behandeln wir in einem interdisziplinären Team. Dieses besteht aus Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Psychologinnen und Psychologen, hochqualifizierten Pflegekräfte sowie Spezialtherapeutinnen und –therapeuten. Gemeinsam erarbeiten wir individuell mit jeder Patientin und jedem Patienten einen wirksamen Behandlungsplan. Dieser beruht auf einer ausführlichen Diagnostik unter Einbeziehung aller zur Verfügung stehenden Befunde. Grundlage der psychotherapeutischen Behandlung ist die Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT). Hierbei geht es darum, mit Symptomen und Beschwerden einen guten Umgang zu erlernen, so dass die Betroffenen ihr Leben wieder als selbstbestimmt und sinnhaft empfinden. Die Diagnose und Behandlung erfolgen in der Tagesklinik für Psychosomatik im CPC.

Tagesklinik für Psychosomatik im CPC

Traumafolgestörung

Bestimmte traumatische Ereignisse können in Menschen eine intensive Angst und Hilflosigkeit auslösen. Dazu gehören Gewalt, Unfälle, Missbrauch oder der Tod eines nahen Menschen. In manchen Fällen können diese Erfahrungen zu einer Traumafolgestörung (z.B. posttraumatische Belastungsstörung) führen. Das Leben der Betroffenen steht dabei weiterhin unter dem Einfluss des Erlebten und sie finden nicht wieder zurück in ihren Alltag. Sie leiden beispielsweise unter Flashbacks, Albträumen, Schreckhaftigkeit, Erschöpfung oder Schlafstörungen. Für ein spezialisiertes Therapieangebot von Traumafolgestörungen empfehlen wir die Traumaambulanz der Friedrich von Bodelschwingh-Klinik.

Bei der Behandlung von Traumafolgestörungen fokussieren wir anfangs vor allem auf einer ausführlichen Diagnostik durch strukturierte klinische Interviews. Im weiteren Verlauf konzentrieren wir uns in Krisensituationen auf eine Stabilisierung des psychischen Befindens. Die Planung und Durchführung einer Traumaexposition (Konfrontation mit dem Erlebten) ist nach gründlicher Vorbereitung mit den Therapeutinnen und Therapeuten möglich. Ergänzend können unter anderem Bewegungstherapie und Ergotherapie zum Einsatz kommen. Bei Bedarf erfolgt zusätzlich eine Behandlung mit Medikamenten. Patientinnen und Patienten mit Traumafolgestörung behandeln wir auf der Station P4, im fortgeschrittenen Lebensalter auf der gerontopsychiatrischen Station P5. Auch eine teilstationäre Behandlung in einer unserer Tageskliniken sowie eine ambulante Behandlung in einer der Psychiatrischen Institutsambulanzen ist möglich.

Station P4 Station P5

Zwangsstörung

Menschen mit einer Zwangsstörung haben stetig wiederkehrende, sich aufdrängende Zwangsgedanken und fühlen sich häufig gezwungen, bestimmte Handlungen immer wieder auszuführen. Bei den Zwangsgedanken handelt es sich um Vorstellungen und Gedanken, denen sie sich nicht entziehen können und die oft bedrohlich wirken. Dazu gehören die Angst, sich mit einer Krankheit anzustecken, mit Keimen in Berührung zu kommen oder durch Fehlverhalten eine Katastrophe auszulösen. Zwangsgedanken sind für Betroffene sehr belastend. Um sie zu unterdrücken oder ihnen entgegenzuwirken, entwickeln sie Zwangshandlungen, die sie ausführen müssen, damit das befürchtete Unglück nicht eintritt. Wir behandeln Menschen mit Zwangsstörungen ausschließlich in Krisensituationen.

Vor der Behandlung von Zwangsstörungen erfolgt eine ausführliche Untersuchung der auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren. Daran schließt sich eine umfangreiche Informationsvermittlung zum Thema Zwang an. Wir informieren Patientinnen und Patienten zur Funktion von Angst sowie kurz- und langfristigen Folgen der Zwangshandlungen. Der wichtigste Bestandteil der Zwangsbehandlung in unserem Haus ist die Psychotherapie (Verhaltenstherapie). Hierfür nutzen wir vor allem Einzelgespräche. Um Patientinnen und Patienten mit Zwangsstörungen zu behandeln, nutzen wir Konfrontationstherapie an. Dabei wird – nach gründlicher Vorbereitung durch die Therapeutinnen und Therapeuten – eine sogenannte Exposition mit Reaktionsverhinderung durchgeführt, bei der die Ausführung von Zwangshandlungen unterlassen werden soll. Ergänzend können unter anderem Bewegungstherapie und Ergotherapie zum Einsatz kommen. Bei Bedarf nutzen wir zusätzlich Medikamente. Patientinnen und Patienten mit Zwang behandeln wir auf den Stationen P2 und P4, im fortgeschrittenen Lebensalter auf der gerontopsychiatrischen Station P5. Meist ist auch eine teilstationäre beziehungsweise ambulante Behandlung, zum Beispiel in einer Tagesklinik ausreichend.

Station P2 Station P4 Station P5

Menschen mit Behinderungen

Auch Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung können psychische Erkrankungen entwickeln. Sie finden im Behandlungszentrum für psychische Gesundheit bei Entwicklungsstörungen (BHZ) Hilfe. Die dortigen Angebote sind auf die speziellen Bedürfnisse der Zielgruppe ausgerichtet.

Mehr Informationen

 

Autismus

Autismus ist ein Überbegriff für verschiedene Entwicklungsstörungen. Betroffene haben oft Schwierigkeiten mit sozialen Interaktionen, der Kommunikation und Sprache. Für die Diagnose von Autismus gibt es im KEH eine Spezialsprechstunde. An die Autismus-Ambulanz des KEH können sich Menschen mit und ohne kognitive Beeinträchtigung wenden. Die Autismus-Sprechstunde gehört zum Leistungsangebot des Behandlungszentrums für psychische Gesundheit bei Entwicklungsstörungen (BHZ). 

Mehr Informationen

ADHS

Eine Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung – kurz ADHS – macht sich durch Hyperaktivität und Unaufmerksamkeit bemerkbar. Wir behandeln Menschen mit ADHS notfallmäßig in Krisensituationen.

Essstörung

Bei einer Essstörung findet eine krankhafte Beschäftigung mit dem Thema Nahrungsaufnahme statt, Betroffene haben ein gestörtes Verhältnis zum Essen und dem eigenen Körper. Zu den Essstörungen gehören Magersucht (Anorexie), Ess-Brech-Sucht (Bulimie) und Essanfälle (Binge-Eating). Unsere Abteilung hält ein Behandlungsangebot für Menschen mit Essstörungen ausschließlich in Krisensituationen vor (Station P2, Station P4).

Station P2 Station P4

Weitere Informationen

Vietnamesisch- und russischsprachige Psychiatrische Institutsambulanz

In unserer Psychiatrischen Institutsambulanz im City Point Centrum für psychische Gesundheit (CPC) gibt es für Menschen mit Migrationshintergrund ambulante Angebote, die soziokulturelle Aspekte berücksichtigen und sich durch Mehrsprachigkeit auszeichnen. Die »Tuvan Vietnam« richtet sich an aus Vietnam stammende Berlinerinnen und Berlinern und hält ein psychiatrisches Behandlungsangebot bereit. Zudem gibt es eine russischsprachige Ambulanz.

Tuvan Vietnam

Russischsprachige Ambulanz

Zertifizierungen

Die Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Erwachsenenalters ist von der Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie (AMSP) zertifiziert. Unsere Abteilung ist von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) als Weiterbildungszentrum für Psychiatrie und Psychotherapie zertifiziert.


Neuigkeiten

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Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) hat den diesjährigen Integrationspreis des Bezirks Lichtenberg gewonnen. Die…

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