Notaufnahme: 030 5472 30 02

 

Herzbergstraße 79, 10365 Berlin, Tel.: 030 5472-0, Fax: 030 5472-2000

Jugendtagesklinik KP7

In unserer im November 2021 eröffneten Tagesklinik nehmen wir Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren mit besonders häufig auftretenden Störungen wie Ängsten, Depressionen, ADHS oder Störungen des Sozialverhaltens sowie Jugendliche mit anderen Krankheitsbildern, z. B. Zwangserkrankungen oder Autismusspektrumsstörungen, auf.

Eine tagesklinische Behandlung kann sinnvoll sein, wenn die Stabilität des Jugendlichen so eingeschränkt ist, dass beispielsweise der Schulbesuch nicht mehr oder nicht mehr ganz zu bewältigen oder nach einer stationären Therapie noch eine Phase der tagesklinischen Behandlung sinnvoll ist. Ein weiterer Grund kann sein, dass das Familienleben oder das Zusammenleben in einer Wohngruppe durch die psychische Erkrankung des Jugendlichen erheblich belastet ist.

Unser Versorgungsangebot richtet sich vorrangig an Jugendliche aus den Berliner Bezirken Lichtenberg-Hohenschönhausen und Marzahn-Hellersdorf. Das Angebot kann jedoch auch überregional in Anspruch genommen werden.

Die KP7 befindet sich außerhalb des KEH-Geländes in der Herzbergstraße 82 (Corvushaus) im Erdgeschoss.

Behandlung
Sofern vor der Aufnahme noch keine ausreichende Erhebung aller psychiatrischen Symptome erfolgt ist, stellt die jugendpsychiatrische Diagnostik den Beginn der Behandlung dar. Zu Beginn und im Verlauf einer Therapie erfolgt eine Aufklärung zur psychischen Erkrankung im Sinne der Psychoedukation. Wir möchten damit das Verständnis für die eigene Erkrankung und die folgende Behandlung verbessern und die Krankheitsbewältigung erleichtern.

Die Behandlung von Jugendlichen mit einer depressiven Erkrankung beinhaltet Übungen zur Selbstbeobachtung, Selbstverstärkung und zum Aktivitätsaufbau. Kommunikation und zwischenmenschliche Fertigkeiten können in der Gruppentherapie gestärkt werden.

Jugendliche mit Angststörungen, die ein vorrangig gehemmtes Verhalten, Vermeidung und sozialen Rückzug bis hin zur Verweigerung des Schulbesuchs zeigen, werden unterstützt, indem eine schrittweise Konfrontation mit der Angst erfolgt. Katastrophengedanken werden in der Einzeltherapie bearbeitet. Wir stärken die Jugendlichen in ihren Fähigkeiten zum Problemlösen, dem Abbau von Hemmungen und der Förderung ihrer Durchsetzungsfähigkeit.

Zu unserem Team gehören Ärzte, Psychotherapeuten, Gesundheits- und Krankenpfleger, Erzieher, Sozialarbeiter sowie Fachtherapeuten aus den Bereichen Ergotherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie und Bewegungstherapie.

Anmeldung
Die tagesstationäre Aufnahme erfolgt geplant über eine Aufnahmeliste. Der Anmeldung für die Station geht ein ambulanter Erstkontakt in der Ambulanz oder bei einem niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater voraus. Dort erfolgen eine Indikationsstellung und die Erarbeitung einer ausreichenden Behandlungsmotivation. Informationen über das Behandlungskonzept erfolgen über ein individuell zu vereinbarendes Info-Treffen direkt auf unserer Station. Für die Aufnahme sind eine ärztliche Einweisung sowie die Kostenübernahme durch die zuständige Krankenkasse Voraussetzung.

Seit 01.03.2020 gilt das Masernschutzgesetz. Für unsere Abteilung bedeutet es, dass Patienten nur geplant in die Tagesklinik KP7 aufgenommen werden, wenn ein ausreichender Masernschutz besteht (Bestätigung durch Impfpass).

 

 

Hinweis

Auf dieser Seite verwenden wir zur besseren Lesbarkeit das generische Maskulin. Damit meinen wir stets sämtliche Geschlechter.