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Tic- und Tourette Sprechstunde

Als Tics werden wiederkehrende Bewegungen oder Laute bezeichnet, die unkontrollierbar „wie aus dem nichts“ auftreten. Bei den motorischen Tics reicht die Spanne von einfachen Bewegungen wie Augenblinzeln oder Kopfzucken bis hin zu komplexen Tics, die vollständige Bewegungsabläufe sein können. Bei den vokalen Tics unterscheidet man einfache Geräusche wie Laute, Räuspern, Schreien oder Schlucken von komplexen Tics, die von Wörtern oder auch Sätzen geprägt sein können.

Tics treten meist in der Kindheit erstmalig auf und zeigen oft über die Zeit einen stark wechselhaften Verlauf, bei dem sich Phasen mit starken Tics und eher mildere oder komplett Tic-freie Phasen abwechseln können. Die einzelnen Phasen können zwischen wenigen Wochen und vielen Monaten schwanken. Wenn motorische und vokale Tics über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren nahezu durchgehend auftreten, so wird von einer chronischen motorischen und vokalen Tic-Störung gesprochen - auch bekannt als das Tourette-Syndrom.

Fast immer sind neben dem Betroffenen auch die Eltern, Geschwister, Lehrer, Mitschüler wegen der Tic-Störung besorgt oder fühlen sich vielleicht auch beeinträchtigt. Die Mitberücksichtigung und Arbeit mit den unterschiedlichen Systemen ist neben der Arbeit mit dem betroffenen Kind oder Jugendlicher ein Schwerpunkt unserer Arbeit.

Unsere Spezialsprechstunde bietet Ihnen die Möglichkeit für eine zusammenfassende Diagnostik der Symptomatik, oft in Zusammenarbeit mit anderen Ärzten, welche wir bei Bedarf vermitteln. Im nächsten Schritt bieten wir die gründliche Psychoedukation (Erklärung des Störungsbildes aus medizinischer und psychologischer Sicht) und Erklärung/Durchführung/Vermittlung der bestehenden Therapiemöglichkeiten.

Die Vorstellung in der Ambulanz erfolgt nach telefonischer Terminabsprache.