Neurologie und Schmerztherapie

Neurologie und Schmerztherapie

In der Abteilung für Neurologie und Schmerztherapie behandeln wir alle akuten und chronischen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. In unseren schmerztherapeutischen Tageskliniken behandeln wir darüber hinaus Menschen mit chronischen Schmerzen. 

Kontakt

Chefarztsekretariat Neurologie
Lysett Falkenberg

T (030) 54 72 42 01
F (030) 54 72 29 95 79
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Stationen
Station NE1 mit Stroke Unit

T 030 54 72 42 15
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Erreichbarkeit
8 - 20 Uhr Mehr
Tageskliniken
Tagesklinik für Spezielle Schmerztherapie

T (030) 54 72 30 79
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Erreichbarkeit
Montag und Dienstag 10 -18 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 8 -15 Uhr, Freitag 8-14 Mehr
Tagesklinik Spezielle Schmerztherapie für Betagte und Hochbetagte

T (030) 54 72 56 30
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Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 9 - 15 Uhr Mehr

Sprechstunden

Neurologische Sprechstunde im MVZ

T (030) 54 72 53 01


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Schmerzsprechstunde

T (030) 54 72 30 25
8 bis 16.30 Uhr

Sprechzeiten
Montag, 14 bis 18 Uhr Dienstag, 14 bis 18 Uhr Mittwoch, 9 bis 13 Uhr Donnerstag, 9 bis 13 Uhr Freitag 10 bis 14 Uhr Mehr

Team

Ärztliche Leitungen
Dr. med.
Andreas Kauert
Chefarzt Profil
Dr. med.
Falko Kaufhold
Funktionsoberarzt Profil
Dr. Dr. med.
Hannes Kiesewetter
Oberarzt Profil
Dr. med.
Andreas Pfeiffer
Oberarzt Profil
Mario Weinhold
Oberarzt Profil
Pflegerische und therapeutische Leitungen
Kathrin Geyer
Leitung Physiotherapie Profil
Simone Haase
Leitung Logopädie Profil
Natalie Rudloff
Stationsleitung NE1 Profil

Wir behandeln

Schlaganfälle

Treten die ersten Symptome für einen Schlaganfall, beispielsweise Kopfschmerzen, zeitweise Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen auf, ist Eile geboten. Um mögliche Schäden im Gehirn zu verringern, zählt jede Minute. Patientinnen und Patienten mit einem Schlaganfall behandeln wir auf einer speziell dafür eingerichteten Station, der sogenannten Stroke Unit. Hier kümmert sich ein multiprofessionelles, spezialisiertes Team um Betroffene, die kontinuierlich überwacht werden. 

Behandelt wird der Schlaganfall mithilfe der Thrombolyse-Therapie. Hierbei verabreichen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte ein bestimmtes Enzym. Dieses zersetzt dann das Gerinnsel, das das Blutgefäß blockiert, und macht es so wieder durchlässig. Bereits am ersten Tag nach der Aufnahme beginnt die Frührehabilitation durch unser Therapeutenteam. 

Erkrankungen des peripheren Nervensystems

Das Nervensystem durchzieht den gesamten menschlichen Körper. Über die Nerven werden Reize wahrgenommen und Reaktionen gesteuert. Das periphere Nervensystem umfasst dabei alle Teile des Nervensystems, die außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks liegen. Aufgrund verschiedener Ursachen kann es zu vorübergehenden oder dauerhaften Einschränkungen kommen. 

Zu den Ursachen gehören:

  • verschiedene Grunderkrankungen (z. B. Diabetes)
  • Fehlbelastungen oder Überlastungen
  • Unfälle

Um die Ursache zu festzustellen, nutzen wir verschiedene neurophysiologische Verfahren, wie die Elektromyografie und Elektroneurografie. Hinzu kommt in vielen Fällen die Untersuchung des Nervenwassers. Schmerzen oder Bewegungsstörungen können mithilfe von Medikamenten oder Physiotherapie behandelt werden. Wenn andere Erkrankungen die Störungen im peripheren Nervensystem verursachen, arbeiten wir eng mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Fachabteilungen zusammen.  

Parkinson

Bei Parkinson unterscheiden wir zwischen Morbus Parkinson und dem atypischen Parkinsonsyndrom. Letzteres wird durch eine andere zugrundliegende Erkrankung, wie zum Beispiel langjährigen Bluthochdruck, verursacht. Beide Erkrankungen äußern sich durch verlangsamte Bewegungen, zitternde Glieder, versteifte Muskeln und Veränderungen in der Sprache. 

Da Parkinson nicht heilbar ist, setzen wir bei der Behandlung darauf die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität des Betroffenen zu verbessern. Nach eingehender Untersuchung und Diagnose entwickeln wir gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen einen individuellen Behandlungsplan. Zu dieser sogenannten multimodalen Komplexbehandlung gehören unter anderem physio-, ergo- und logopädische Behandlungen.

Schwindelsyndrome

Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen können plötzlich auftreten oder chronisch sein. Sind sie von Seh- und Koordinationsstörungen oder Kopfschmerzen begleitet, sollten Sie schnellstmöglich handeln. Um den Schwindel zu behandeln, finden wir zunächst die Ursache dafür heraus. Dabei arbeiten wir eng mit anderen Fachabteilungen in unserem Haus und darüber hinaus zusammen. 

Die Behandlung des Schwindelsyndroms erfolgt meist mit Medikamenten. Der sogenannte gutartige Lagerungsschwindel ist auch durch spezielle (Lagerungs-)Übungen zu lindern. 

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind eine der am weitesten verbreiteten Schmerzformen. Die Ursachen für den Schmerz sind dabei sehr unterschiedlich. Zu den bekanntesten Formen des Kopfschmerzes gehören Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz und Migräne. Um der Ursache des Kopfschmerzes auf den Grund zu gehen und eine gezielte Behandlung einzuleiten, führen wir mit betroffenen Patientinnen und Patienten ein ausführliches Gespräch. 

Je nach Form des Kopfschmerzes nutzen wir zur Diagnosestellung auch die Magnetresonanztomografie (MRT), Computertomografie (CT), Aufzeichnungen der Hirnströme und Untersuchungen des Nervenwassers. Behandelt werden die verschiedenen Kopfschmerzformen zumeist mit Medikamenten. Bei Kopfschmerzen als Folge von Stress lässt sich die medikamentöse Therapie mit Entspannungstraining oder Physiotherapie unterstützen. 

Entzündungen des zentralen Nervensystems

Entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems können durch verschiedene Erreger, zum Beispiel Bakterien, Viren oder Pilze, oder nicht erregerbedingt durch eine Autoimmunerkrankung entstehen.  

Dazu gehören:

  • Multiple Sklerose
  • Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Hirngewebsentzündung (Enzephalitis)
  • Rückenmarksentzündung (Myelitis)
  • Guillian-Barré-Syndrom

Die wichtigste Methode zur Untersuchung von Entzündungen des zentralen Nervensystems ist die Entnahme von Nervenwasser während einer Lumbalfunktion, um die Ursache der Beschwerden herauszufinden. Die Behandlung richtet sich jeweils individuell nach den unterschiedlichen Erkrankungen. Sie erfolgt meist mithilfe von Medikamenten.

Chronische Schmerzen

Tagesklinische Behandlung

Wenn aus anfänglich akuten Schmerzen anhaltende Beschwerden werden, ist die Lebensqualität von Betroffenen häufig stark eingeschränkt. Hat der Schmerz seine lebenswichtige Funktion als Warnsignal verloren, verselbständigt er sich oft und entwickelt sich zu einem eigenständigen Krankheitsbild. Um der Komplexität chronischer Schmerzen gerecht zu werden, bieten wir in unserer Tagesklinik für Spezielle Schmerztherapie eine intensive mehrwöchige Therapie an. 

Unsere Behandlungsschwerpunkte dabei sind:

  • Rückenschmerzen und andere Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Neuropathische Schmerzen
  • generalisierte Schmerzzustände (z. B. Fibromyalgie)
  • chronische Schmerzen unbekannter Herkunft
  • Entzug von Schmerzmedikamenten (z. B. Opioide) oder Durchführung von Medikamentenpausen bei entsprechender Indikation

Unter alltagsnahen Bedingungen übernachten die Patientinnen und Patienten Zuhause und nehmen von Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 16 Uhr, das umfangreiche Therapieangebot wahr.

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Für Menschen ab 65 Jahren bieten wir ein speziell abgestimmtes Behandlungsangebot in unserer Tagesklinik für Spezielle Schmerztherapie für Betagte und Hochbetagte. 

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Schmerzsprechstunde (ambulante Behandlung)

Neben der tagesklinischen Behandlung von chronischen Schmerzen bieten wir auch eine ambulante Schmerzsprechstunde. Sie wird mit ambulanten Kooperationspartnern durchgeführt, um der Notwendigkeit des interdisziplinären Charakters der Schmerztherapie Rechnung zu tragen. Eine Fortsetzung der ambulanten Mitbehandlung im Anschluss an die tagesstationäre Therapie kann im Einzelfall sehr hilfreich sein.
Unsere Behandlungsschwerpunkte dabei sind:

  • Rücken-, Nacken oder Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzerkrankungen
  • neuropathische Schmerzen
  • gefäßbedingte Schmerzsyndrome
  • Tumorschmerzen

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Neurologische Untersuchungsmethoden

Computertomografie (CT)

Bei der Computertomografie handelt es sich um eine Röntgenmethode, bei der eine Röntgenröhre um den Patienten oder die Patientin kreist. So entstehen hochauflösende Bilder, die den Körper Schicht für Schicht darstellen.

Dopplerultraschall

Bei einer Dopplerultraschalluntersuchung messen wir die Durchblutung der Halsschlagader. Dafür wird die Ultraschallsonde am Hals angelegt, um die Durchlässigkeit der Adern und somit die Versorgung des Gehirns mit Blut zu überprüfen.

Duplex-Ultraschall

Bei einer Duplex-Ultraschalluntersuchung wird ebenfalls die Durchblutung der Halsschlagader gemessen. Das Besondere an dieser Methode ist, dass die Richtung des Blutflusses ebenfalls dargestellt wird, damit wir Durchblutungsstörungen noch genauer lokalisieren können.

Elektroneurografie (ENG)

Bei der Elektroneurografie untersuchen wir die elektrische Funktion der Nerven, um mögliche Nervenschäden ausfindig zu machen. Dafür werden Elektroden auf der Haut über den zu messenden Nerven aufgebracht und diese anschließend elektrisch stimuliert. 

Gewebeentnahme (Muskel- und Nervenbiopsie)

Um Verschleißerkrankungen der Muskeln oder Nerven festzustellen, entnehmen wir Gewebeproben, die anschließend im Labor untersucht werden.

Hirnstromkurve (Elektroencephalopathie, EEG)

Die Tätigkeit des Gehirns kann in elektrischen Strömen gemessen werden. Diese sind im Wachzustand, im Schlaf oder bei Bewusstlosigkeit unterschiedlich – um Abweichungen zu den normalen Mustern festzustellen, werden Elektroden am Kopf aufgebracht, die die Hirnströme messen. 

Magnetresonanztomografie (MRT)

Bei der Magnetresonanztomografie werden präzise Schnittbilder des Körpers mithilfe von sehr starken Magnetfeldern erzeugt. Dadurch entstehen sehr hochauflösende Bilder, die uns helfen, auch kleinste Veränderungen des Gehirns und Rückenmarks zu erkennen. 

Muskelstromkurve (Elektromyografie, EMG)

Um die Muskelstromkurve zu messen, bringen wir eine feine Elektrodennadel in den Muskel ein. Der Muskelstrom wird anschließend hörbar gemacht und aufgezeichnet, um möglich Erkrankungen des Muskels oder durch eine Nervenerkrankung verursachte Muskelstörung zu erkennen.

Nervenleitgeschwindigkeit (NLG)

Um die Nervenleitgeschwindkigkeit zu messen, kleben wir entweder eine Elektrode auf die Haut oder bringen eine feine Nadelelektrode in den Muskel ein. Anschließend wird der Nerv elektrisch gereizt, um dessen Funktionsgeschwindigkeit zu überprüfen. 

Nervenwasserentnahme (Lumbalpunktion)

Bei einer Lumbalpunktion entnehmen wir mit einer Nadel Nervenwasser aus dem Wirbelkanal, das anschließend im Labor untersucht wird. 

Zerebrale Angiografie

Eine zerebrale Angiografie ist eine Röntgenuntersuchung der hirnversorgenden Gefäße, um Einengungen oder Aussackungen dieser festzustellen. Sie wird unter Teil- oder Vollnarkose gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen der Angiologie durchgeführt. 


Neuigkeiten

Aktuelles

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt besucht KEH

Am Donnerstag, 3. März 2022, besuchte Katrin Göring-Eckardt (Grüne), Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Berlin-Lichtenberg. Vor Ort informierte sie sich im Gespräch mit der Klinikleitung sowie Pflegekräften, Ärzten und Auszubildenden über die derzeitige Situation im Gesundheitswesen.

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt mit Pflegekräften

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt mit Pflegekräften

Berlin-Lichtenberg, den 9. März 2022 – Seit zwei Jahren ist das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge wie alle Kliniken in Deutschland im Ausnahmezustand. Aktuell werden weiter rund 40 an Covid-19 erkrankte Patienten in der Klinik in Berlin-Lichtenberg behandelt. Während eines zweistündigen Besuches informierte sich Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt über die derzeitige Situation und wie die Mitarbeitenden des Krankenhauses die Pandemiezeit erlebt haben und weiterhin erleben. Neben Mitarbeitenden aus den somatischen Bereichen, wie der Pandemiestation und der Intensivstation, tauschte sie sich auch mit Ärzten und Pflegekräften aus den psychiatrischen Bereichen des KEH aus. Darüber hinaus sprach sie mit Auszubildenden der klinikeigenen Pflegeschule über die Zukunft des Pflegeberufes in Deutschland. 

Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages: „Ich danke den Pflegerinnen und Pflegern, dass sie mir bei meinem Besuch geschildert haben, wie die Pandemie ihr Arbeiten verändert hat und welche Herausforderungen zu meistern waren und noch zu meistern sind. Der Austausch mit den Auszubildenden der Pflegeschule, wie sie die Pflege heute und in der Zukunft sehen, war mir besonders wichtig. Vielen Dank für Ihre eindrücklichen Berichte. Aber vor allem Danke, dass Sie alle da waren und da sind für die Menschen, die Ihre Hilfe brauchen.“

Michael Mielke, Geschäftsführer: „Wir freuen uns, dass Frau Göring-Eckardt sich die Zeit genommen hat, unser Haus zu besuchen. Wichtig war es uns, auch direkte Gespräche zwischen ihr und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ermöglichen. So konnten unsere Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie Auszubildenden auch ganz persönlich ihren Eindruck zur Pandemiezeit und zur derzeitigen Lage im Krankenhauswesen schildern. Neben den Bereichen, in denen körperliche Erkrankungen behandelt werden, sollte dabei die Arbeit in den psychiatrischen Abteilungen nicht vergessen werden.“

Veranstaltungen

Es sind derzeit keine Veranstaltungen geplant. Bitte schauen Sie demnächst wieder vorbei.