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14.03.2019

Übungsküche eröffnet

Auf den Stationen der Gerontopsychiatrie im Erdgeschoss von Haus 6 werden ältere Menschen behandelt, die unter psychischen Störungen leiden, z.B. unter Depression, psychotischen Störungen, Angsterkrankungen, Verwirrtheitszuständen oder Verhaltensauffälligkeiten z.B. im Rahmen einer Demenz.

 

Großer Bahnhof bei der Einweihung Großer Bahnhof bei der Einweihung
Der Bereicherung therapeutischer Angebote und des Stationsalltags auf der gerontopsychiatrischen Station P6 diente ein Ereignis, das mit gebührender Beteiligung begangen wurde: die offizielle Einweihung der „Übungsküche“ am 7. März 2019. Neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bereichs waren Vertreter des Lichtenberger Gesundheitsamts, Leitende Krankenhausmitarbeiter u. a. gekommen.

 

Der Ärztliche Leiter des Bereichs Gerontopsychiatrie, Prof. Dr. med. Torsten Kratz, dankte allen Beteiligten und dem Gesundheitsamt Lichtenberg, dass der neue Gemeinschaftsraum nun seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Es hatte zwar einige Zeit in Anspruch genommen, bis das alte Stationsbad, das aufgrund der neuen, modernen Therapiebäder nicht mehr benötig worden war, umgebaut und neu ausgestattet werden konnte. Die „Übungsküche“ werde nun aber genutzt werden können, um gemeinsam Mahlzeiten vorzubereiten.

 

Prof. Dr. Kratz bei seiner kurzen Ansprache Prof. Dr. Kratz bei seiner kurzen Ansprache
Im Rahmen der Behandlung sei dies kein bloße „Freizeitgestaltung“, sondern es verfolge Therapiezwecke: neben dem ergotherapeutischen Aspekt bestehe der therapeutische Nutzen darin, in Gemeinschaft zu handeln. Durch die erreichte Milieuverbesserung werde auch ein verändertes Essverhalten erreicht – was Studien belegen (und den Einsatz einer Magensonde überflüssig machen kann).
Es sei ein schon lange gehegter Wunsch gewesen, diese Gemeinschaftsküche einzurichten, so Prof. Dr. Kratz. Um Menschen dort abzuholen, wo sie ihre Wurzeln haben, seien sogar Kochbücher aus der ehemaligen DDR besorgt worden. Zudem sei ein Rückzugsraum entstanden, um unruhigeren Patienten auszuweichen.
„Wann immer Sie kommen, es wird so aussehen“, schloss Professor Kratz seine Ansprache, „freundlich und sauber eingedeckt.“ Dabei verwies er auf den geschmückten Tisch, auf dem Kaffee und selbstgebackener Kuchen einluden, die „Übungsküche“ bei einer Kaffeetafel einzuweihen.