Notaufnahme: 030 5472 30 02

 

Herzbergstraße 79, 10365 Berlin, Tel.: 030 5472-0, Fax: 030 5472-2000

Spezialsprechstunde für Kinder und Jugendliche mit fetalem Alkoholsyndrom

Schwerpunkt der Spezialsprechstunde ist die Diagnostik und Hilfeplanung bei Verdacht auf FAS von Kindern und Jugendlichen (Alter ca. 3-18 Jahre).

Das Fetale Alkoholsyndrom ist eine Überbegriff für Störungen, welche durch einen Alkoholkonsum der Mutter in der Schwangerschaft ausgelöst wurden. Das Störungsbild ist meist von sozialen Interaktionsschwierigkeiten geprägt mit Einschränkungen in der Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und emotionalen Selbstregulation. Typische Gesichtsmerkmale wie ein klein-gewachsener Kopf, kleiner Augeninnenabstand, schmale Oberlippe oder verstrichenes Philtrum (Hautsenke zwischen Nase und Oberlippe) können auftreten, sind aber nicht zwingend in voller Ausprägung vorhanden. Die Diagnostik erfolgt nach der gültigen Leitlinie der deutschen Fachgesellschaften.

Für eine Diagnostik benötigen wir das Einverständnis der Sorgeberechtigten. Bitte bringen Sie falls vorhanden das Gelbe Untersuchungsheft, Vorbefunde bzw. Berichte von Kindergärten, Schulen, Logopäden, Ergotherapeuten, Ärzten und Psychotherapeuten mit zum Ersttermin. Insbesondere vorhandene Entwicklungsberichte und Intelligenztestergebnisse sind wichtige Unterlagen, welche für die Diagnostik benötigt werden. Im Erstgespräch wird besprochen, ob eine erweiterte Diagnostik nötig ist, welche größtenteils in unserer Ambulanz an Folgeterminen durchgeführt werden kann.

Neben der Diagnosestellung ist es uns als „allgemein-psychiatrische“ Ambulanz möglich, mit einem breiten Ansatz eine Hilfeplanung mit Ihnen zu besprechen. Dies schließt die Diagnostik und Behandlung von häufig vorkommenden koexistenten Störungen wie Komplexes Entwicklungstrauma, Bindungsstörungen, Depressionen, Ängste, Aufmerksamkeitsstörung und Störungen im Sozialverhalten mit ein. Auch haben wir uns als Spezialsprechstunde eine besondere Expertise erarbeitet, die bei dem FAS oft vorkommenden Schwächen der Handlungsplanung, Selbstwahrnehmung, Selbstregulation mit den Mitgliedern des Hilfesystem zu besprechen und den Rahmen für das oft herausfordernde Verhalten der betroffenen Kindern und Jugendlichen mit Verständnis zu stärken.

 

Die Vorstellung in der Ambulanz erfolgt nach telefonischer Terminabsprache.