Notaufnahme: 030 5472 30 02

 

Herzbergstraße 79, 10365 Berlin, Tel.: 030 5472-0, Fax: 030 5472-2000

04.06.2019

Screeningtag 2019 im KEH

Screeningtag zum Bauchaortenaneurysma am 1. Juni 2019 im KEH Chefarzt PD Dr. Rückert bei seinem engagierten Vortrag
Die krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader
Gefäßerkrankungen verursachen an ganz verschiedenen Stellen des Körpers Beschwerden. Chronische und akute Gefäßeinengungen und Verschlüsse können ebenso wie krankhafte Erweiterungen von Gefäßen nicht nur das Wohlbefinden einschränken, sondern auch lebensbedrohliche Folgen haben.
Deutschlandweit leiden rund eine Million Menschen an einer krankhaft erweiterten Bauchschlagader – vor allem Männer über 65 Jahre. Sie wird zumeist durch Gefäßverkalkungen hervorgerufen, aber auch durch Unfälle oder angeborene Erkrankungen. Das Vorliegen eines Aneurysmas wird selten wahrgenommen, da es zunächst keine Beschwerden verursacht. Doch wenn Beschwerden auftreten, besteht die Gefahr, dass die Aussackungen aufreißt.

 

Chefarzt Dr. Rückert hatte viel Anschauungsmaterial dabei Chefarzt Dr. Rückert hatte viel Anschauungsmaterial dabei
Heute lässt sich ein Aneurysma frühzeitig durch eine schmerzlose Ultraschalluntersuchung (Screening) nachweisen und es können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Deshalb findet seit 2009 der Screeningtag der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) statt. Zahlreiche Kliniken und Praxen nutzen diesen Anlass, um öffentlich über die lebensbedrohliche Aussackung der Bauchschlagader, das sogenannte Bauchaortenaneurysma, zu informieren und andere gefäßmedizinische Fragestellungen zu erörtern.

 


Screeningtag Bauchaortenaneurysma
Am Sonnabend, dem 1. Juni 2019, hatte das Gefäßzentrum am KEH zum Screeningtag in das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) eingeladen und erfreulich viele Interessenten haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Der Chefarzt Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie, PD Dr. med. Ralph-Ingo Rückert, hatte ein Vielzahl von Anschauungsmaterialien mitgebracht und erläuterte mit großem Engagement, welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
So bestand Gelegenheit »in die Hand zu nehmen«, was der Patient normalerweise nicht sieht: das Gefäßersatzmaterial für die Aorta, Prothesen für die offene Operation und sogenannte Stentprothesen für die Reparatur der Hauptschlagader von innen (endovaskulär).

 

Information und Ultraschall
Im Verlauf der Vorträge wurde informiert über Symptome, Diagnostik und Therapie des Bauchaortenaneurysmas und andere Erkrankungen der Aorta, über konventionelle und minimal-invasive Behandlungsmethoden und wirksame Formen der Vorbeugung.

 

Dr. Kant (l.) und Dr. Aliachmadi (m.) brachten die Interessenten zum Screening Dr. Kant (l.) und Dr. Aliachmadi (m.) brachten die Interessenten zum Screening
Darüber hinaus konnten die Besucherinnen und Besucher auf Wunsch ein Screening erhalten: eine gezielte farbcodierte Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes, um festzustellen, ob ein Aortenaneurysma vorhanden ist oder nicht. Und das wollten viele! Daher wurden die Interessenten von zwei Ärzten in Gruppen und parallel zu den Vorträgen in die Funktionsdiagnostik begleitet, wo die Untersuchung vorgenommen wurde.
Vor Ort konnten sie sich über die medizinischen Möglichkeiten des Gefäßzentrums im KEH informieren, denn auch der Chefarzt der Inneren Medizin I, Dr. med. Jan Theil, war mit seinem Team vor Ort, so dass alle die Gelegenheit eines Screenings wahrnehmen konnten.