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15.12.2021

Neues Behandlungsangebot für Erwachsene mit geistiger oder schwerer Mehrfachbehinderung

Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in Berlin-Lichtenberg schließt mit einem neuen Medizinischen Behandlungszentrum für Erwachsene mit geistiger oder schwerer Mehrfachbehinderung (MZEB) eine vielfache Versorgungslücke für diese Patientengruppe.

Berlin-Lichtenberg, den 15. Dezember 2021 – Mitte November öffnete das Medizinische Behandlungszentrum für Erwachsene mit geistiger oder schwerer Mehrfachbehinderung (MZEB) in Haus 100 am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) seine Türen. Behandelt werden dort Menschen, die aufgrund der Art, Schwere oder Komplexität ihrer Erkrankungen auf eine besondere ambulante Versorgung angewiesen sind. Dabei arbeitet ein medizinisches Team aus Ärztinnen und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, spezialisierte Pflegekräfte, Psychologinnen und Psychologen, Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Physio- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten sowie Logopädinnen und Logopäden eng zusammen, um den Betroffenen eine bedarfsgerechte Versorgung zu bieten.

„Bei unserer Arbeit legen wir besonderen Wert auf die ganzheitliche Behandlung unserer Patientinnen und Patienten. Jeder und jede ist mit seinen und ihren individuellen Einschränkungen ein absoluter Einzelfall. Die Rahmenbedingungen müssen daher so gestaltet werden, dass allen Menschen ein selbstbestimmtes, unabhängiges und entsprechend der persönlichen Vorstellungen, Werte und Fähigkeiten gestaltetes Leben als Teil der Gemeinschaft ermöglicht und Lebensqualität gesteigert wird“, sagt Priv.-Doz. Dr. Tanja Sappok, Ärztliche Leiterin des MZEB und Chefärztin des Behandlungszentrums für psychische Gesundheit bei Entwicklungsstörungen am KEH. Behandelt werden im MZEB Erwachsene über 18 Jahren mit komplexen Beeinträchtigungen. „In vielen Fällen besteht hier noch eine Versorgungslücke. Kinder und Jugendliche werden bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres meist in Sozialpädiatrischen Zentren betreut – dann hört eine umfassende Betreuung häufig auf. Wir freuen uns, dass wir mit der Eröffnung unseres MZEB helfen können, diese Lücke zu schließen. Menschen mit Behinderungen leiden häufig an einer Vielzahl körperlicher und psychischer Krankheiten, wie z. B. Epilepsien, Bewegungsstörungen oder syndromassoziierte Störungsbilder. Im MZEB nehmen wir uns speziell dieser komplexen Fälle an, um eine optimale Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. So wollen wir dazu beitragen, dass Menschen mit einer kognitiven Behinderung trotz ihrer erhöhten Vulnerabilität ein möglichst gesundes Leben führen können“, so Priv.-Doz. Dr. Sappok.

 

 

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