Notaufnahme: 030 5472 30 02

 

Herzbergstraße 79, 10365 Berlin, Tel.: 030 5472-0, Fax: 030 5472-2000

Kinder- und Jugendtagesklinik KP6

Die KP6 ist eine offene Station, unterteilt in zwei Gruppen unterschiedlichen Alters (9-11 Jahre und 14-18 Jahre). Unser Konzept beinhaltet die Versorgung allgemeinpsychiatrischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Dazu bieten wir neben störungsübergreifenden Therapieangeboten auch störungsspezifische Vorgehensweisen an. Die Versorgung erfolgt regional für die Berliner Bezirke Lichtenberg-Hohenschönhausen und Marzahn-Hellersdorf, aber auch überregional.

Die KP6 befindet sich in Haus 7 im Erdgeschoss.

Zielgruppe
Die Tagesklinik KP6 ist eine offene multimodal, verhaltenstherapeutisch und systemisch ausgerichtete Station für bis zu 14 Patienten beider Geschlechter für die Altersgruppe zur Behandlung aller kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbilder.
Behandlung
Gruppenspezifisch wird jeweils mit einem eigenen, auf die jeweilige Altersgruppe zugeschnittenen Behandlungskonzept gearbeitet. In diesem Rahmen finden zur individuellen Begleitung regelmäßig Gespräche mit dem jeweiligen Bezugspfleger/in statt. Ein Verstärkersystem, das der jeweiligen Altersgruppe angepasst wurde, dient dem Aufbau erwünschter bzw. Abbau unerwünschter Verhaltensweisen. Dieses ist an den Therapiezielen orientiert.

Für ein möglichst ganzheitliches Therapiekonzept erfolgt eine Kombination verschiedener Verfahren nach einem individuellen Therapieplan. Neben Einzel- und Gruppenpsychotherapien finden regelmäßig Spezialtherapien statt. Zudem erfolgt die Zusammenarbeit mit ambulanten Therapeuten, Ärzten, Jugendämtern, Schulen und weiteren Institutionen.
Die Station KP6 hat einen multimodalen Therapieansatz mit folgenden Bestandteilen. Die Teilnahme der Patienten an diesen wird in den Visiten festgelegt und ist dann für die Patienten verbindlich:

  • Psychologische Diagnostik und Differenzialdiagnostik
  • Medizinische Diagnostik und Betreuung, ggf. Einsatz von Psychopharmakotherapie
  • Individuell abgestimmte Einzelpsychotherapie unter Nutzung von kognitiv-verhaltenstherapeutischen, tiefenpsychologisch-fundierten sowie systemischen Verfahren
  • Gruppenpsychotherapie: Alters- und störungsspezifisch werden folgende Angebote mit den Patienten erarbeitet: Soziales Kompetenztraining, Achtsamkeitstraining, Emotionsregulation, Fertigkeiten zur Konflikt- und Problemlösung
  • Elterngespräche und systemisch orientierte Familiengespräche (i.d.R. alle zwei Wochen)
  • Soziomilieutherapie: hier finden verschiedene Angebote im pädagogischen Alltag der Patienten statt, um die Kinder und Jugendlichen bei der Herstellung einer Tagesstruktur sowie Alltagsbewältigung zu unterstützen (Morgenkreis, Tages- und Wochenzielbesprechung, Einkaufen, Kochgruppe sowie gelenkte Freizeitangebote wie Basteln, Spielangebote und Außenaktivitäten nach Abstimmung mit der Gruppe). Zusätzlich finden nach Bedarf Entspannungstherapien im Einzel-oder Gruppensetting statt (autogenes Training, PMR, Fantasiereisen, Snoezeln)
  • Behandlungsangebote der Spezialtherapien (Musik-, Ergo-, Kunst-, Bewegungs- und Sporttherapie) als Gruppen oder Einzeltherapie
  • Arbeit mit den Familien und Bezugspersonen:
    Multifamilientherapie (nach Eia Asen):
    • In diesem Angebot finden in einem Setting mit mehreren Familien eine intensive systemisch orientierte Therapie statt zur Förderung der Eltern- Kind- Interaktion. Das Angebot findet in der Kindergruppe 3 x/ Monat statt, in der Jugendgruppe 1 x/ Monat.
    • Elterngruppen: in diesem Angebot finden psychoedukative Angebote statt, um die Eltern für die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu sensibilisieren.
  • Schulbesuch: Besuch der kooperierenden Schule „Am grünen Grund“ bzw. der Heimatschule mit Belastungssteigerung im Verlauf, Absprachen mit den Schulen entsprechend des individuellen Therapieplanes
    • Soziale Beratung, ggf. Unterstützung und Kooperation mit Institutionen der ambulanten Hilfe (Jugendhilfe, Schule, Berufsberatung, KJPD). Dies dient der Anbahnung weiterer Hilfen und Überleitung in den ambulanten Bereich

Um Station, Stationsalltag und das Konzept besser kennenzulernen, bieten wir vor Aufnahme verpflichtend einen Infotreff jeden 3. Dienstag im Monat von 14:45 bis 15:45 Uhr an. Termine werden über die Ambulanz vergeben (siehe unter Anmeldung).

 

Anmeldung
Die tagesstationäre Aufnahme erfolgt geplant über eine Aufnahmeliste. Der Anmeldung für die Station geht ein ambulanter Erstkontakt in der Ambulanz oder bei einem niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater voraus. Dort erfolgt eine Indikationsstellung und die Erarbeitung einer ausreichenden Compliance sowie die Information über das Behandlungskonzept. Für die Aufnahme sind eine ärztliche Einweisung sowie die Kostenübernahme durch die zuständige Krankenkasse Voraussetzung.

Ab 01.03.2020 gilt das Masernschutzgesetz. Für unsere Abteilung bedeutet es, dass Patient*innen nur geplant auf die Tagesklinik KP6 aufgenommen werden, wenn ein ausreichender Masernschutz besteht (Bestätigung durch Impfpass).

 

Was ist mitzubringen zur Aufnahme?

  • KH-Einweisungsschein (rosa)
  • Krankenkassenkarte
  • Impfpass, U-Heft, Arztberichte
  • Medikamente (auch Pille), die gegenwärtig eingenommen werden
  • Zeugnisse
  • Aufnahmeunterlagen der KP6  -  Bitte klicken Sie HIER.

Wir bitten Sie, die Aufnahmeunterlagen KP6 uns unterschrieben zur Aufnahme mitzubringen.   

 

Bei Fragen rufen Sie uns gern an unter der Telefonnummer 030/ 5472 3915.

 

 

 

COVID-19: Häufige Fragen zum Klinikaufenthalt

Hinweis

Auf dieser Seite verwenden wir zur besseren Lesbarkeit das generische Maskulin. Damit meinen wir stets sämtliche Geschlechter.