Notaufnahme: 030 5472 30 02

 

Herzbergstraße 79, 10365 Berlin, Tel.: 030 5472-0, Fax: 030 5472-2000

03.09.2019

Autismus

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die in der frühen Kindheit beginnt und mit Beeinträchtigungen in der sozialen Kommunikation, stereotypen, ritualisierten Verhaltensweisen und Interessen sowie sensorischen Auffälligkeiten einhergeht und weit häufiger vorkommt als bisher angenommen: Bei etwa 1% der Allgemeinbevölkerung besteht eine Autismus-Spektrum-Störung, bei Menschen mit intellektueller Entwicklungsstörung steigen die Prävalenzzahlen sogar bis 20%. Aufgrund der oft damit einhergehenden schweren Verhaltensstörungen bzw. psychischen Erkrankungen ist die differentialdiagnostische Abklärung wichtig. Dadurch können eine ursachengerechte Therapie begonnen und Fehlbehandlungen vermieden werden.

Die Autismussprechstunde steht Personen mit und ohne intellektuelle Entwicklungsstörung offen. Aufgrund der hohen Nachfrage bitten wir, die langen Wartezeiten zu entschuldigen.

Bei Interesse können Sie sich >> hier anmelden.

 

Algorithmus für die Autismusdiagnostik Algorithmus für die Autismusdiagnostik
Das BHZ bietet die diagnostische Abklärung eines Autismusverdachts und ggf. vorliegender psychiatrischer Begleiterkrankungen entsprechend den aktuell geltenden Leitlinien. Der diagnostische Prozess umfasst die Anamnese- und Befunderhebung, die durch standardisierte Psychodiagnostikinstrumente unterstützt wird. Diese Verfahren wurden am BHZ entwickelt (ACL; DiBAS-R; SCQ-AID; MUSAD; SEED) bzw. testpsychometrisch überprüft und ggf. adaptiert (FSK; ADI-R; ADOS, SEAS-M). Die Ergebnisse dieser Arbeit sind in internationalen und nationalen Fachzeitschriften publiziert und in nationale (AWMF) und internationale (NICE) Leitlinien aufgenommen worden.

Durch die Publikation der o.g. Skalen im Hogrefe-Verlag sind sie mittlerweile in ganz Deutschland verfügbar. Die abschließende diagnostische Einordnung erfolgt in einer multiprofessionellen Fallkonferenz. Der Patient bzw. die Patientin und die wesentlichen Bezugspersonen werden in einer Helferkonferenz über das Ergebnis aufgeklärt, in der auch individuelle Empfehlungen für die weitere Therapie- und Förderplanung gegeben werden.

 

Hinweis

Auf dieser Seite verwenden wir zur besseren Lesbarkeit das generische Maskulin. Damit meinen wir stets sämtliche Geschlechter.