Notaufnahme: 030 5472 30 02

 

Herzbergstraße 79, 10365 Berlin, Tel.: 030 5472-0, Fax: 030 5472-2000

Info FASD

Fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD) sind hirnorganische Störungen, die vorgeburtlich durch den Alkoholkonsum der werdenden Mutter entstehen können. Nach Expertenschätzungen liegt die Prävalenz für FASD bei mindestens ca. 1 % in Deutschland. Damit zählen FASD zu den häufigsten angeborenen Erkrankungen, die insbesondere im Erwachsenenalter jedoch nach wie vor selten diagnostiziert werden. Aufgrund der hirnorganischen Störungen sowie der oftmals nicht erkannten Beeinträchtigungen im Alltag kann es zu Schwierigkeiten der Anpassung des Betreuungs- und Arbeitsumfeldes der Betroffenen kommen. Damit verbunden droht eine wesentliche Einschränkung der Teilhabe an der Gesellschaft und am Arbeitsleben.

Menschen mit FASD können eine Vielzahl von Symptomen und Störungen aufweisen, u.a.

· körperliche (verringertes Wachstum, kleinerer Kopfumfang, veränderte Hirnstrukturen, veränderte Gesichtsmerkmale),

· neuropsychologische (Störungen der Aufmerksamkeit, des Lernens und Gedächtnisses, der Exekutivfunktionen, der visuellen Wahrnehmung, der Sprache, des Rechnens, der kognitiven Leistungsfähigkeit und der Motorik),

· soziale (Schwierigkeiten im Umgang mit Anderen, u.a. Distanzlosigkeit oder sozialer Rückzug)

· psychische (hohe Komorbidität an psychischen Störungen, u.a. Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen),

Häufig werden vorliegende hirnorganische Störungen als Verhaltensauffälligkeiten fehldiagnostiziert. Durch die Komplexität der Beeinträchtigungen sind Menschen mit FASD oft dauerhaft auf Hilfe und Betreuung angewiesen.

Der diagnostische Prozess umfasst die Anamnese und Befunderhebung, die durch standardisierte Psychodiagnostikinstrumente unterstützt wird. Die abschließende diagnostische Einordnung erfolgt in einer multiprofessionellen Fallkonferenz. Der Patient bzw. die Patientin und die wesentlichen Bezugspersonen werden im Abschlussgespräch über das Ergebnis aufgeklärt, wo auch individuelle Empfehlungen für weitere Unterstützungsmaßnahmen, Therapie- und Förderplanung gegeben werden.

Sie interessieren sich für eine Behandlung bei uns? Hier können Sie sich anmelden.

 

 

 

COVID-19: Häufige Fragen zum Klinikaufenthalt

Hinweis

Auf dieser Seite verwenden wir zur besseren Lesbarkeit das generische Maskulin. Damit meinen wir stets sämtliche Geschlechter.