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17.10.2018

Herzberger Gespräch Gefäßmedizin

Herzberger Gespräch zur Gefäßmedizin am 17. Oktober 2018 im KEH

Herzberger Gespräch zur Gefäßmedizin
am 17. Oktober 2018 im KEH

Das fünfte »Herzberger Gespräch« widmete sich dem Schwerpunkt Gefäßmedizin. Am Beispiel der Carotis-Stenose wurde der aktuelle Stand der Wissenschaft vorgestellt und Therapieoptionen aus verschiedenen Fachbereichen diskutiert.
Wurden Erkrankungen der Gefäße über Jahrhunderte rein konservativ behandelt, ermöglicht technischer Fortschritt heute eine hochspezialisierte, individuelle Therapie fast jeder Gefäßregion. Vor ca. 75 Jahren entwickelte sich die Gefäßchirurgie als eigene Subspezialisierung. Menschen mit schwerer Durchblutungsstörung der Beine oder bei Notwendigkeit der Erweiterung der Bauchschlagader konnten erfolgreich operiert werden. Die Entwicklung der Angiographie erweiterte diese Möglichkeiten erheblich.

Seit 1996 besteht das Gefäßzentrum am KEH, in dem Angiologen, Gefäßchirurgen, Neurologen und Radiologen eng zusammenarbeiten. Bei seiner Begrüßung bezeichnete Chefarzt Dr. med. Jan Theil (Innere Klinik I) die Behandlung der Carotisstenose als einen Schwerpunkt des KEH – insbesondere bei der stetig zunehmenden Zahl an Betroffenen.
Oberarzt Jens Stegemann, Gefäßzentrum am KEH, beleuchtete die Therapie aus Sicht der interventionellen Angiologe, die in der Vielzahl der Fälle die Methode der Wahl ist. Technische Entwicklungen haben so wesentlich verbesserte Stents erbracht, dass eine Vielzahl von Problemen auf diesem Weg gelöst werden können.
Der Chefarzt der Gefäßchirurgie, Dr. med. Michael Petzold, stellte eine Gefäßoperation mit Vollnarkose dem Verfahren mit Regionalanästhesie gegenüber und beleuchtete Vor- und Nachteile.
Oberarzt Dr. med. Julius Büchner schließlich erörterte, in welchen Fällen die Carotisstenose auch ohne Eingriff behandelt werden kann. Wichtig ist vor allem, die Risikofaktoren: Übergewicht, Nikotin, Diabetes, Thrombozytenfunktion, Bluthochdruck (Hypertomie), Fettstoffwechselstörungen mit geeigneten Maßnahmen einzuschränken bzw. auszuschalten.
Die anschließende Beantwortung von Fragen aus dem Publikum und Gespräche am Büfett rundeten die Veranstaltung ab.

 

Die Referenten: Chefarzt Dr. Petzold (Gefäßchirurgie), Chefarzt Dr. Theil (Innere Medizin), Oberarzt Jens Stegemann (Angiologie) und Oberarzt Dr. Büchner (Gefäßzentrum) Die Referenten: Chefarzt Dr. Petzold (Gefäßchirurgie), Chefarzt Dr. Theil (Innere Medizin), Oberarzt Jens Stegemann (Angiologie) und Oberarzt Dr. Büchner (Gefäßzentrum)

Das nächste Gespräch:

Herzberger Gespräch zur Epileptologie
Mittwoch, 14. November2018

15.30 bis ca. 17.30 Uhr
KEH, Haus 22, Festsaal

Im »Herzberger Gespräch« im November wird die Komplexbehandlung bei Epilepsie im Mittelpunkt stehen.