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01.02.2013

Einstromradius arteriovenöser Schlingen

Einstromradius arteriovenöser Schlingen Geschwindigkeitsvektoren im systolischen Maximum einer av-Schlinge mit engem Einstromradius

Hintergrund: Eine Strömung nimmt einen anderen Verlauf, wenn sie in einer Biegung eine radiale Beschleunigung erfährt. Der Trägheit und Fliehkraft folgend wird der Zentralstrom nach außen abgelenkt, während an der Innenseite der Kurve eine Strömungsablösung zu finden ist. Zusätzlich existieren Sekundärströmungen, die der Längströmung überlagert sind. Ein anschauliches Beispiel für die Wirkung der hierbei auftretenden Kräfte liefert ein Luftbild oder eine Kartenansicht der Mosel. Diese Strömungsphänomene treten auch in av-Schlingen auf. Der Einmündungsradius der Prothese in die Vene beeinflusst den Strömungsverlauf in der Anastomose. Zwei verschiedene Schlingen mit engem und weitem Einstromradius wurden untersucht.

Material und Methoden: Die Modelle wurden mittels numerischer Strömungssimulation untersucht. Am Protheseneinstrom wurde ein pulsatiler, nichtnewtonscher Massenstrom eingestellt.

Ergebnisse: In der Schlinge mit engem Einstromradius ist zum Zeitpunkt des systolischen Maximums ein starker Aufprall des Hauptstroms auf den Venenboden zu erkennen. Höhere Druckbelastung und hohe Wandschubspannungen sind die Folge. Das Modell mit dem weiten Einstromradius zeigt im Wesentlichen die Strömungsmuster der Venaflo-Anastomose im geraden Shunt.

Schlussfolgerung: Bei der Anlage von schlingenförmigen Interponaten sollte der Einstromradius der Venaflo-Prothese in die venöse Anastomose so groß wie möglich gewählt werden. Ein enger Einstromradius hebt die Vorteile der Venaflo-Prothese auf

Literatur:
Krüger U, Scholz H: Der Einstromradius arteriovenöser Schlingen. Gefäßchirurgie, 2008, 13: 45-50.

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