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07.02.2019

Demenz-Delir-Management im KEH

Ein durch die Robert-Bosch-Stiftung gefördertes Projekt

Das Delir stellt bei über 70-Jährigen die häufigste Komplikation während der stationären Behandlung in somatischen Abteilungen von Allgemeinkrankenhäusern dar. Darüber hinaus weist es eine erhöhte Mortalitätsrate von bis zu 20 Prozent auf. Das Vorliegen einer Demenz erhöht das Delir-Risiko erheblich. Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) Berlin hat deshalb in einer Studie unter der Leitung der Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik das Delir untersucht und ein umfassendes Demenz-Delir-Management entwickelt.

Dieses bündelt pflegerische und therapeutische Maßnahmen anhand eines speziell ausgerichteten Konzeptes sowie die Kompetenzen geschulten Personals und hat das Potenzial, akute Verwirrtheitszustände zu reduzieren und Ressourcen einzusparen. Screenings zur Identifikation eines Delirs oder der Einsatz eines geriatrischen und gerontopsychiatrischen Konsil-Dienstes sind patientenorientierter Alltag im KEH. Spezifisch ausgebildete Pflegefachkräfte fungieren als Multiplikatoren von Fachwissen auf den Stationen und setzen sich dafür ein, dass Betroffene bzw. Risikopatienten konzentriert und strukturiert pflegerisch begleitet werden. Unterstützt werden sie dabei durch Teilnehmende eines freiwilligen sozialen Jahres (Betheljahr), die Patienten (präventiv) begleiten und betreuen.

Damit viele Patienten davon profitieren können, sollen kognitive Einschränkungen bereits bei der Aufnahme erkannt werden. Der folgende Beitrag veranschaulicht ein entsprechendes Vorgehen. („Abendschau“ des rbb vom 14. Juni 2015)

 

 

Ansprechpartner

Frau Daniela Dietrich

Demenz-Delir-Management

E-Mail: d.dietrich@keh-berlin.de

Tel.: 030 / 54 72 56 62