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01.10.2015

Akutkrankenhaus als Chance für nachhaltige Demenzbehandlung

Ein Projekt gefördert durch die Robert-Koch-Stiftung

Kompetenzzentrum Demenzpflege am KEH

Der Anteil von Patienten, die wegen somatischen Erkrankungen stationär behandelt werden und gleichzeitig unter einer Demenz leiden, ist hoch und wird in Zukunft erheblich steigen.

Das KEH realisiert Projekte mit dem Ziel, die Situation von Menschen mit Demenz im Krankenhaus zu verbessern. Im Fokus der bisherigen Konzepte und Empfehlungen zur Behandlung von Menschen mit Demenz in akuten Krankenhausstationen stand die Reduktion der aufenthaltsbedingten besonderen Belastungen.

Das aktuelle Projekt baut auf den gewonnenen Erfahrungen und die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter auf und strebt die Einführung eines Behandlungskonzeptes an, bei dem die Demenzdiagnose als Indikation zur Behandlung berücksichtigt wird. Der innovative Ansatz basiert auf der Selbsterhaltungstherapie.
Ein Leitgedanke ist, dass nicht nur Risiken und Belastungen, die mit einem Krankenhausaufenthalt verbunden sind, durch geeignete Maßnahmen reduziert werden, sondern der Aufenthalt als eine Chance genutzt wird, Kranke wegen der Demenz zu behandeln und die Versorgung nach der Entlassung dem individuellen Bedarf anzupassen. Hierfür ist ein Aufbau von Versorgungsnetzwerken im Stadtbezirk geplant.

Damit viele Patientinnen und Patienten davon profitieren können, ist es geboten, diese kognitiven Risiken bereits bei der Aufnahme im KEH festzustellen. Ein entsprechendes Vorgehen veranschaulicht der folgende Beitrag der Nachrichtensendung ABENDSCHAU im Fernsehen des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) vom 14. Juni 2015.