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Partner · Epilepsieklinik Tabor

Im September 2003 wurde der Standort der Epilepsieklinik Tabor von Lobetal nach Bernau verlegt. Im komplett sanierten Altbau des ehemaligen Bernauer Krankenhauses stehen 50 Betten in modern ausgestatteten Ein- und Zweibettzimmern mit jeweils eigenem Sanitärbereich zur Verfügung.

Die Klinik zählt zu den modernsten Behandlungszentren in den neuen Bundesländern und bildet den Brandenburger Standort des Epilepsie-Zentrums Berlin-Brandenburg.
Durch die enge Kooperation mit dem unmittelbar benachbarten Evangelisch-Freikirchlichen Krankenhaus und Herzzentrum Bernau wird das Behandlungsangebot vervollständigt und die Betreuung von Patienten auch in Notfallsituationen gewährleistet.

Zum Team der Klinik gehören Neurologen, Psychiater, Psychotherapeuten, ein Seelsorger, Neuropsychologen, medizinisch-technische Assistentinnen, Physiotherapeuten, Krankenschwestern und -pfleger, Ergotherapeuten, Heilerziehungspfleger, eine Sozialarbeiterin und ein Musiktherapeut.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Anfallskranken, die psychotherapeutischer oder psychiatrischer Behandlung bedürfen. Die eigens dazu eingerichtete Station stellt eine Innovation in diesem Bereich dar und findet hohe Akzeptanz.

Die Epilepsieklinik Tabor ist spezialisiert auf allgemeine Epileptologie, auf Epileptologie bei Mehrfachbehinderung und auf Epilepsiepatienten mit psychosomatischen Störungen.

Station 1: Allgemeine Epileptologie

Diese Station umfasst 22 Betten und ist spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie schwer behandelbarer Epilepsien. Hierzu verfügt sie über eine eigene Langzeit-Video-EEG-Monitoring-Einheit mit 2 Plätzen und darüber hinaus über 6 weitere Plätze zur Video-Beobachtung. Dies ermöglicht eine lückenlose Dokumentation der Anfälle bei Tag und Nacht und schafft so die Grundlage für eine optimale Differentialdiagnostik.

Technische Ausstattung:

  • Langzeit-Video-EEG
  • Routine EEG 
  • mobiles Langzeit-EEG
  • Videoüberwachung

Aufgaben:

  • Diagnostik des Epilepsiesyndroms
  • Differentialdiagnostik unklarer Anfälle
  • Behandlung schwer behandelbarer Epilepsien
  • Differenzierte moderne Pharmakotherapie
  • adjuvante Verfahren: z.B. Vagusnerv-Stimulation, EEG-gesteuertes Biofeedback

Station 2: Epileptologie bei Mehrfachbehinderung

Einen weiteren Schwerpunkt im stationären Behandlungsbereich bildet die Behindertenarbeit: Eine Station mit 16 Betten ist speziell auf die Bedürfnisse dieser Patienten ausgerichtet. Angehörige können den Aufenthalt in 2 gesonderten Appartements begleiten. Auch hier besteht auf der Station die Möglichkeit, an drei Plätzen kontinuierlich eine Videoaufzeichnung durchzuführen.

Technische Ausstattung:

  • Snoezelraum
  • Videoüberwachung
  • Appartements für begleitende Angehörige

Aufgaben:

  • Diagnostik des Epilepsiesyndroms
  • Diagnostik von Mehrfacherkrankungen und deren Einwirkung auf die Entstehung der Epilepsie
  • Therapie der Epilepsie mit Behandlungsschwerpunkt auf der somatischen Ebene
  • Diagnostik von Verhaltensstörungen

Station 3: Epileptologie & Psychotherapie

Insbesondere der Behandlung der Patienten mit psychogenen nichtepileptischen Anfällen, die oft in Verbindung mit Epilepsie auftreten, gilt ein besonderes Engagement der Klinik. Die Klinik ist die erste Einrichtung im Osten Deutschlands, die eine speziell auf die Behandlung von Epilepsiepatienten mit psychosomatischen Störungen ausgerichtete Station vorhält. Damit ist eine gezielte psychotherapeutische Behandlung in einem stationären Setting möglich.

Aufgaben:

  • Erkennen individuell somatischer, psychischer, sozialer Faktoren, die das Auftreten bzw. Nichtauftreten von Anfällen bestimmen
  • Annehmen der Diagnose – nicht mehr Epilepsiepatient, sondern „anfallskrank“ zu sein
  • Vermittlung von Wissen im Zusammenhang mit Epilepsien
  • Vermittlung angemessener Konflikt- und Stressverarbeitungsstrategien
  • Motivation und Vorbereitung einer längerfristigen ambulanten Psychotherapie
  • Arbeitsfähigkeit