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Geschichte des Krankenhauses

historisches Gemälde der Königin Elisabeth HerzbergeDas Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge besteht in seiner heutigen Form seit dem 1. Januar 1992. An diesem Tage wurde die Vereinigung zweier Häuser, die ihren Ursprung im vorigen Jahrhundert haben, in Kraft gesetzt.

Beide Häuser waren auf dem gleichen Gelände in der Herzbergstr. 79 in Lichtenberg ansässig. Das eine war ein Krankenhaus in Trägerschaft des Diakonischen Werkes, mit den Hauptarbeitsgebieten Innere Medizin und Chirurgie, das früher 'Königin Elisabeth Hospital' hieß und im Jahr 1843 gegründet worden war, das andere war das 'Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Lichtenberg', eine Nachfolgeeinrichtung jener Nervenklinik, die man im Jahre 1893 dort errichtet hatte.

Das ehemalige 'Königin Elisabeth Hospital' war als Diakonissenmutter- und Krankenhaus eine Stiftung und hatte sich 1980 den neuen Namen 'Evangelisches Diakoniewerk Königin Elisabeth' (EDKE) gegeben und hauptsächlich das Krankenhaus, aber auch eine Krankenpflegeschule, sowie einige kleinere Einrichtungen betrieben. Diese Stiftung EDKE übernahm die Trägerschaft über das gesamte Krankenhaus und erhielt damit einen völlig neuen Aufgabenbereich.

Königin Elisabeth Hospital

1843

14. April, Gründung einer "Klein-Kinder-Kranken-Bewahr-Anstalt" unter dem Patronat der Königin Elisabeth von Preußen in der Wilhelmstraße 133, dem heutigen Bezirk Mitte von Berlin. Hier sollten Kinder un- oder minderbemittelter Eltern behandelt werden.

1844Umzug nach Kreuzberg in die Pionierstraße 7a (heute Blücherstraße) vor dem Halleschen Tor in ein eigenes Haus. Per Kabinettsorder wird der Einrichtung der Name der Patronatin verliehen: "Elisabeth-Kinder-Hospital".
1887Umzug innerhalb Kreuzbergs in die Hasenheide 80-87. Gründung des Diakonissenmutterhauses und Einsegnung der ersten neun Diakonissen und der ersten Oberin.
1910Umzug nach Oberschöneweide in die Karlshorster Straße (heute Treskowallee). Aufbau der Fachabteilungen Innere Medizin und Chirurgie. Umbenennung in 'Königin-Elisabeth-Hospital'.
1945Vertreibung aus dem Diakonissenmutterhaus durch die russische Armee, Auslagerung in eine Schule in Friedrichshagen.
1946Einzug in die Häuser 4,6, und 7 des "Städtischen Krankenhauses Herzberge" in Lichtenberg. Ab 1949 in den Häusern 1,3 und 5.
1980Umbenennung in "Evangelisches Diakoniewerk Königin Elisabeth" (EDKE).

Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Lichtenberg

1893Eröffnung der Irrenanstalt "Herzberge bei Lichtenberg"
1914Intensivierung der Krankenpflegeausbildung besonders im Hinblick auf Geisteskranke
1925Umbenennung in "Städtische Heil- und Pflegeanstalt Herzberge"
1942Auflösung der "Städtische Heil- und Pflegeanstalt Herzberge" und Umbenennung in "Städtisches Krankenhaus Herzberge", Versorgung von Kriegsopfern und Infektionskranken
1945Weiterführung als Allgemeinkrankenhaus
1950Wiedereröffnung der ersten psychiatrischen Klinik
1961Eröffnung einer Kinderpsychiatrischen Abteilung
1971Umbenennung in "Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Berlin-Lichtenberg"

KEH in der aktuellen Struktur

1992Zusammenführung beider Krankenhäuser unter dem Dach des EDKE. Eröffnung der Urologischen Abteilung
1996Eröffnung der Abteilung Gefäßchirurgie und des Epilepsie-Zentrum
2001Krankenhausbetrieb wird in eine gemeinnützige GmbH überführt, deren Gesellschafter die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, das Evangelische Diakoniewerk Königin Elisabeth, der Evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf und die Hoffnungstaler Anstalten Lobetal sind
2004Eröffnung der Abteilung Gastroenterologie / Infektiologie / Nephrologie