Fachlicher Schwerpunkt:
Auf Station P7 werden Menschen mit mittelgradiger bis leichter geistigen Behinderung und zusätzlichen akuten psychischer Behandlung behandelt.
Dazu gehören Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis, affektive Erkrankungen wie z. Bsp. depressive oder bipolare Störungen und Persönlichkeitsstörungen, insbesondere vom Borderline - Typ.
Ein kompetentes 15 köpfiges Pflegeteam bestehend aus Krankenschwestern, -pflegern, Pflegehelferinnen, HeilerziehungspflegerInnen und Heilpädagogen begleitet diese Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung im 3-Schicht-Betrieb.
Ausstattung:
Die Station P7 hält 16 Betten für die stationäre Behandlung und zwei Plätze für Tagespatienten vor.
Wir verfügen über zwei Patientenbäder, einen Tagesraum, ein Dienstzimmer und ein Personalaufenthalts- und Versammlungsraum.
Im Dachgeschoß unseres Hauses gibt es ein Snoezelraum und diverse Arzt- und Therapieräume. Am Haus grenzt ein großzügiger Therapiegarten an. In ihm gibt es diverse Möglichkeiten zur Sinnesschulung und zur Ausübung sportlicher Aktivitäten.
Aufnahme:
Krankenhausaufenthalte sind bei den Betroffenen und ihren Angehörigen oftmals mit Angst und Sorge verbunden. Menschen mit geistiger Behinderung erleben diese Ängste stärker als Menschen ohne Behinderung, zumal, wenn sie sich durch eine Erkrankung in einem psychischen Ausnahmezustand befinden, indem Verunsicherung oder existentielle Bedrohung erlebt wird.
Die Pflegekräfte der Station P07 kennen diese Probleme und sind sehr geübt, Aufnahmesituation mitzugestalten und den Stress für die Patienten möglichst gering zu halten.
Wir erleben als positiv, wenn ein Vertreter des Helfersystems oder ein Familienangehöriger des Patienten am triangulärem Aufnahmegespräch (Patient, Arzt, Pflege) teilnimmt, so dass eine möglichst lückenlose Anamneseerhebung mit allen sozio-biografischen Daten möglich wird. Das macht es dem Pflegeteam leichter, sich auf die Besonderheiten des Patienten vom ersten Tag an, einzustellen.
Bezugspflege:
Ein Bezugspflegesystem soll ein dichtes kommunikatives Netz zu allen Patienten knüpfen.
Jeder Patient erhält in den Tagen nach ihrer Aufnahme eine Bezugsperson aus dem Pflegeteam zugewiesen, der für die pflegerischen Belange des Patienten einschließlich der dynamischen Pflegeplanung in der Verantwortung ist. Es gibt mindestens ein Bezugspflegegespräch in der Woche zwischen Patienten und Pflege, wahlweise auch triangulär mit dem behandelnden Stationsarzt in dem Behandlungskonzepte oder Verhaltenspläne gemeinsam besprochen und festgelegt werden. Die Bezugspflege hält Kontakte zum Helfersystem des Patienten und nimmt bei Bedarf an Helferkonferenzen ihrer Bezugspatienten teil.
Aufenthalt:
Der Tagesablauf des Patienten richtet sich in erster Linie nach dem Therapieplan, der entsprechend des Krankheitsbildes durch den Stationsarzt und von einer Pflegeperson mit dem Pat. besprochen wird. Dieser beinhaltet im Wesentlichen alle wesentlichen Termine für den jeweiligen Tag.
Nach der Morgentoilette und dem Frühstück treffen wir uns täglich zur Morgenbegegnung, um gemeinsam mit den Patienten den Tagesablauf und etwaige Besonderheiten zu besprechen. Gleichsam gibt es hier die Möglichkeit auch Kritik, Kummer und Sorgen oder auch Positives anzusprechen und zu klären.
Während des stationären Aufenthaltes begleitet das Pflegepersonal die Patienten zu wichtige Untersuchungen wie Röntgen, Computertomographie, EEG.
Folgende therapeutische und heilpädagogische Aktivitäten mit den Pat. werden durch das Pflegeteam der Station gestaltet:
¨ das Snoezelen
¨ gemeinsame Spaziergänge
¨ Einkaufsgruppe
¨ Kochgruppe (therapeutisches Kochen)
¨ Skilltraining
¨ 5-Sinne-Gruppe
¨ verbale und konkrete Hilfe bei den ATL´s
¨ Gesellschaftsspiele etc.
Zusätzlich leistet die Pflege co-therapeutische Aufgaben wie z.B. das Training von Fertigkeiten- skills- aus der Dialektisch Behavorialen Therapie ( DBT). Patienten mit schweren Krisen in akuten Ausnahmesituationen können manchmal sich Selbst oder Andere durch aggressive Impulse gefährden.
Wir sind ein geschultes Pflegeteam, das in Handlung und Gesprächsführung bestrebt ist, diese Situationen zu deeskalieren. Dafür holen wir uns professionelle Anleitung und schulen uns regelmäßig selbst.
Im Laufe des Klinikaufenthaltes eines Patienten können Tagesurlaube zur Belastungserprobung vom behandelnden Arzt angeordnet werden. Diese Maßnahmen sollen zeigen, ob der Patient wieder in sein Wohnumfeld entlassen werden kann.
Wir benachrichtigen das Helfersystem bzw. die Angehörigen möglichst eine Woche vor dem Entlassungstermin über die bevorstehende Rückkehr des Pat. und senden eine Liste mit der angeordneten Medikation.
Am Entlassungstag können findet ein trianguläres Entlassungsgespräch statt, zudem wir gern über die pflegerischen und heilerzieherischen Maßnahmen Pat. Auskunft geben.
Wir verstehen uns als ein Team in ständiger Weiterentwicklung und sind für Kritik und Hinweise dankbar.
Ein Beschwerdemanagement soll dafür sorgen, dass diese Kritik entsprechende Würdigung findet und zeitnahe bearbeitet wird. Das Pflegeteam ist entsprechend geschult, Beschwerden und Kritik wertschätzend aufzunehmen und entsprechend weiterzuleiten.