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Station P 2

Stationsübersicht: Station P 2

Fachbereich: Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Allgemeinpsychiatrie

Lage: Haus 8, 1. Obergeschoss
Tel.: 030 5472-5850
E-Mail: s.p02@keh-berlin.de

Pflegerische Gruppeneitung: Sylvia Kuchenbecker

 

Fachlicher Schwerpunkt:

Auf der Station werden schwerpunktmäßig Patienten mit depressiven Erkrankungen oder bipolaren affektiven Erkrankungen sowie Persönlichkeitsstörungen behandelt. Im nördlichen Trakt der Station befindet sich ein Bereich mit 6 Betten, der von der übrigen Station abgetrennt werden kann. Es können dort  Frauen mit einem erhöhten Schutz –u. Rückzugsbedarf  behandelt werden.

Es wird neben einem speziell auf depressive Störungen ausgerichteten Sozio- und Psychotherapiekonzept mit Interpersoneller Psychotherapie für Depressionen (IPT) nach Klermann und Weissman, der  Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) nach M. Hautzinger und E. Kischke und der Psychoedukation, auch ein breites Spektrum der medikamentös-biologischen Therapieverfahren an. Hierunter fallen die Lichttherapie und  die Möglichkeit der Elektokonvulsionstherapie (EKT) bei mittel- bis schwergradigen Depressionen

Für die Patienten mit einer Persönlichkeitsstörung wird für den Krisenfall ein zusätzliches therapeutisches Angebot  vorgehalten, das Elemente des DBT - Konzepts (Dialektisch-Behaviorale Psychotherapie der Borderline-Persönlichkeisstörungen) nach M. Linehan nutzt. Wesentliche Therapieschwerpunkte sind die Arbeit an der Suizidalität und der Therapiemotivation.

 

Ausstattung:

Die Station verfügt insgesamt über 26 Betten.

 

Pflege:

  • Aufnahme
    • Begrüßung des Patienten
    • Teilnahme am triangulären Aufnahmegespräch mit Stationsarzt, Patient und Pflegekraft
    • Feststellen des pflegerischen Zustandes und der Symptome des Patienten
    • Erkennen von selbst- oder fremdgefärdenden Impulsen und rechtzeitiges Ergreifen  sicherheitsgebender Maßnahmen
  • Information
    • Information über spezielles Therapieangebot (Musik- und Ergotherapie, Training am PC, Bewegungstherapien, Frührunde, Großgruppe)
    • Integriertes psychologisches Therapieprogramm (IPT-D) und Ergo-IPT bei Depressionen
      Bezugsgruppe, Basisgruppe und Basiskonditionierung bei Persönlichkeitsstörungen und Borderline Erkrankungen
  • Beziehungsgestaltung
    • bei Patienten mit Depressionen Hilfestellung bei Kontaktaufnahme, individuelle Pflegeplanung erstellen
    • bei Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und Borderline Erkrankungen Zuordnung einer Pflegekraft für den stationären Behandlungszeitraum, Erklärung der Aufgaben der Bezugspflege, Gesprächstermine vereinbaren, individuelle Pflegeplanung erstellen
  • bei akuter Suizidalität & Krisenbehandlung
    • bei Patienten mit Depressionen Vorgehensweise nach abteilungsinternen Standards z.B. Intensivüberwachung, Kontrolle des Umfeldes der Patienten, mit Patienten Abmachung treffen sich bei Suizidgedanken an die Pflege zu wenden, verstärkte Zuwendung bei Essen, Trinken, Rauchen, dabei das Gespräch suchen, bei Ablehnung trotzdem Kontakt halten, auf eventuelle Suizidvorbereitungen achten
    • bei Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und Borderline Erkrankungen mündliches Antisuizidversprechen, Kenntnisnahme der individuellen Therapieziele des schriftlichen Krisenbehandlungsplanes, wie z. B. Kennenlernen von Skills, Anwendung von Commitment-Strategien, z.B. Pro und Contra
  • Im Verlauf
    • Aktivierende Pflege
    • Grundpflege entsprechend dem Standard
    • Multiprofessionelle Teamarbeit mit täglichen Absprachen (Briefing, Dienstübergaben, Soziobesprechungen)
    • Selbstwertgefühl des Patienten fördern durch Übernahme von Aufgaben, Herstellung von Kontakten
    • Therapiemotivation fördern, Begleitung und aktive Therapieteilnahme
    • Entlastungsgespräche, Ablenkung und Beschäftigung anbieten
    • Anleitung zur Schlafhygiene und zur Rückkehr des Schlaf-Wach-Rhythmus
    • Teilnahme an Helferkonferenzen
    • Deeskalationsstrategien bei aggressivem Verhalten einsetzen, keine Bedrängung, Freiräume schaffen, auf Bedürfnisse eingehen
    • Überwachung bei Lichttherapie, Schlafentzug
  • Entlassung
    • Therapeutischen Belastungsurlaub vor- und nachbereiten
    • Medikamente selbständig stellen
    • Unterstützung bei der Vorbereitung der Weiterbehandlung
    • Behutsames Lösen und Beenden der therapeutischen Beziehung
    • Abschlussgespräch                            

Station P 2