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Das Boule-Spiel · Spielregeln

Die wichtigsten Regeln (Spielziel, Spielablauf) sind auf einer Tafel festgehalten, die am Spielfeld aufstellt worden ist. Diese Grundregeln kann man auch als Kopie bei der Kugelausgabe erhalten oder im Intranet nachlesen. Das weitere detaillierte Regelwerk ist nur erforderlich, wenn die Parteien sich nicht einigen können. Alle übrigen „strittigen“ Fälle können durch einen Schiedsrichter oder ein Los entschieden werden.

Jede Gruppe kann sich zwar selbst einigen, wie sie mit den Kugeln spielen möchte, jedoch sind nachfolgend einige Regeln aufgeführt, wie Petanque heute in der ganzen Welt gespielt wird:

  • Es spielen immer zwei Mannschaften gegeneinander, wobei die beiden Mannschaften gleich viele Kugeln haben. Eine Mannschaft kann aus einem, zwei oder drei Spielern bestehen. Ungleiche Mannschaftsstärken wählt man nur, wenn sich eine Gruppe nicht gleichmäßig teilen lässt.
  • Beim Spiel zwei gegen zwei (Dublette) setzt jeder Spieler drei Kugeln ein. Beim Spiel drei gegen drei (Triplette) spielt jeder Spieler nur mit zwei Kugeln, damit die Gesamtzahl der Kugeln 12 nicht übersteigt.
  • Ein Los bestimmt welche Mannschaft mit dem Spiel beginnt. Diese Mannschaft macht einen kleinen Kreis von 35 bis 50 cm Durchmesser auf den Boden. Aus diesem Kreis heraus wird die kleine Zielkugel, das „Schweinchen“ („cochonnet“), auf eine Entfernung von sechs bis zehn Metern geworfen. Damit beginnt die erste „Aufnahme“.
  • Der erste Spieler versucht nun – wie bei einem Schachspiel – eine möglichst gute „Eröffnung“ zu machen. D.h. er versucht seine Kugel etwa 30 cm vor dem Schweinchen zu platzieren. Da liegt sie für die andere Mannschaft im Wege. Jeder, der an die Kugel anstößt, bringt sie nur noch näher an das Ziel.
  • Jetzt kommt die andere Mannschaft zum Zuge und muss nun eine Kugel besser platzieren d.h. näher an das Schweinchen legen. Die Mannschaft muss so lange ihre Kugeln spielen, bis sie besser ist als die beste Kugel der gegnerischen Mannschaft, bis sie also den „Punkt“ hat oder bis alle ihre Kugeln gespielt sind.
  • Falls es ihr gelingt den „Punkt“ zurückzuerobern, ist wieder die erste Mannschaft am Zuge. Spielen muss immer die Mannschaft, die gerade nicht den „Punkt“ hat d.h. nicht die beste Kugel liegen hat.
  • Wenn alle Kugeln gespielt sind, ist die Aufnahme zu Ende und es kommt jetzt darauf an, wie die Kugeln zum Schweinchen liegen. Als Punkte werden nun die Kugeln der Mannschaft gezählt, die am Schluss näher am Schweinchen liegen als die beste Kugel der gegnerischen Mannschaft. In einer Aufnahme kann immer nur eine Mannschaft Punkte machen (1 bis 6 Punkte.)
  • Die Mannschaft, die die letzte Aufnahme gewonnen hat, macht einen Kreis an der Stelle, an der das Schweinchen zuletzt gelegen hat und beginnt die nächste Aufnahme wieder mit dem Wurf der kleinen Zielkugel. Ein ganzes Spiel besteht aus mehreren Aufnahmen (mind. 3) und geht bis 13 Punkte.
  • Während des Spiels dürfen alle Kugeln gegenseitig berührt, verschoben oder weg geschlagen werden. Auch die Zielkugel darf sich dabei bewegen. Das Ziel ist immer dort wo es gerade liegt.
  • Stößt eine Spielkugel an die Umgrenzung des Spielfeldes ist sie ungültig („tot“) und muss für diese Aufnahme aus dem Spiel genommen werden.
  • Stößt das Schweinchen gegen den Spielfeldrand ist die Aufnahme zu Ende, aber man muss dabei mehrere Fälle unterscheiden.
    Wenn es zu diesem Zeitpunkt in beiden Mannschaften noch Kugeln gibt, die hätten gespielt werden können, so wird einfach eine Neuaufnahme (eine Null-Runde) gemacht. Hat aber zu diesem Zeitpunkt eine Mannschaft noch Kugeln, die andere aber nicht, so zählt jede Kugel die sie noch „übrig“ hat für sie als Punkt, da sie ja noch Punkte hätte machen können.

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