Musiktherapie ist eine psychotherapeutische Behandlungsform, die mit den nonverbalen Mitteln der Musik arbeitet, was eine verbale Kommunikation aber nicht ausschließt. Die Teilnahme an der Musiktherapie wird zwischen dem Behandlungsteam und dem Patienten abgesprochen. Je nach Bedarf wird sie als Einzel- oder Gruppentherapie gestaltet.
Anwendungsbereiche
Musiktherapie hat in unserem Krankenhaus eine langjährige Tradition.
Sie ist fester Bestandteil des Therapieangebotes in folgenden Funktionsbereichen:
- Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie
Stationen.P 01 / und P 02
Tageskliniken Boxhagener Straße (PSFT) / Herzbergstraße (PSLT)
- Gerontopsychiatrie
Stationen P 05 und P 06
- Behandlungszentrum für psychisch kranke Menschen mit geistiger Behinderung
Stationen P 07 und P 08
Methoden
Folgende Methoden können zur Anwendung kommen:
- Aktive Musiktherapie
Instrumentalimprovisation
Gruppensingtherapie
Bewegungsimprovisation nach Musik
Tänzerische Gruppenmusiktherapie
- Rezeptive Musiktherapie
Musikhören mit anschließendem Feedback
Schwerpunkte
- Förderung und Entwicklung der Selbstwahrnehmung durch:
emotionale Ausdrucksfähigkeit Wahrnehmung von Gefühlen und Stimmungen
Selbstwahrnehmung / Fremdwahrnehmung
Kennenlernen eigener Wünsche und Bedürfnisse
Lockerung / Aktivierung
- Förderung und Entwicklung sozialer Kompetenz durch:
Kommunikations- und Kontaktfähigkeit
Konfliktfähigkeit
Selbstwertgefühl
Fremdwahrnehmung
- Erweiterung kognitiver Fähigkeiten
Training des Erinnerungsvermögens
Konzentrationstraining
Bezug nehmen auf die Realität
- Verbesserung von Motorik und Koordination
- Ressourcen wecken bzw. entdecken
- Spannungsabbau
MusiktherapeutInnen:
Karin Marten, e-mail: K.Marten@keh-berlin.de, Tel:.54723118
Anke Weber, e-mail: A.Weber@keh-berlin.de
Thomas Bergmann, e-mail: T.Bergmann@keh-berlin.de
FOTO (Gruppenfoto)
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Literaturempfehlung:
Aldridge, David: Music Therapy World ? Musiktherapie in der Behandlung von Demenz, Jessica Kingsley Publishers, 2000, Books on Demand GmbH, Norderstedt 2005.
Bossinger, Wolfgang: Die heilende Kraft des Singens, Books on Demand GmbH, Norderstedt 2005.
Decker-Voigt: Musiktherapie-Lexikon, Hogrefe Verlag, 1996.
Decker-Voigt: Aus der Seele gespielt, Eine Einführung in die Musiktherapie, Goldmann-Verlag, 2000.
Frohne-Hagemann: Indikation Musiktherapie bei psychischen Problemen im Kindes- und Jugendalter, Vanderhoeck & Ruprecht, 2005.
Grümme, Ruth: Situation und Perspektiven der Musiktherapie mit dementiell Erkrankten, Transfer Verlag, Regensburg, 1998.
Hegi, Fritz: Übergänge zwischen Sprache und Musik, Verlag Junfermann, 1998.
Kraus, Werner: Die Heilkraft der Musik, Einführung in die Musiktherapie, Beck Verlag, 1998.
Loos, Gertrud: Spiel-Räume, Fischer-Verlag, Jena,Stuttgart, 1994.
Muthesius, Dorothea: Musiktherapie in Medizin und Pflege ? Musiktherapie mit altersdementen Patienten, in: Neander, K.-D.: Musik und Pflege, Urban & Fischer Verlag, München-Jena, 1999.
Schneberger-Nowitzky, Susanne: Die Anwendbarkeit von Musiktherapie in Abhängigkeit vom Fortschreiten dementieller Erkrankungen, Dipl.-Arbeit Studiengang Musiktherapie Universität Münster, 2001.
Schwabe, Christoph: Aktive Gruppenmusiktherapie mit erwachsenen Patienten, Verlag Thieme Jena, Stuttgart, 1983.
Schwabe, Christoph und Röhrborn, Helmut: Regulative Musiktherapie, Gustav-Fischer-Verlag, Jena, Stuttgart, 1996.
Smeijsters, Henk: Grundlagen der Musiktherapie, Theorie und Praxis der Behandlung psychischer Störungen und Behinderungen, Verlag Hogrefe.
van Deest, Hinrich: Heilen mit Musiktherapie, Musiktherapie in der Praxis, dtv-Verlag, 1997.
www.musiktherapie.de