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Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters - Diagnostik/Therapie - Ergotherapie

 

Ergotherapie                                                               

Das griechische Wort ergon bedeutet: „Tat, Handlung, Werk“. Handeln, Tätig-Sein ist Teil der menschlichen Natur (Piaget).

Die Ergotherapie ist eine handlungsorientierte Methode.

Negative Überzeugungen wie „Ich kann das nicht“, „Mir fällt nichts ein“ oder „Ich bin total unkreativ“ werden praktisch überprüft und verändert in: „Ich kann das noch nicht“, „Wenn ich das übe, klappt es besser“, „Ich fange erst einmal an, das Weitere wird sich ergeben“.

Auf diese Weise erfahren die Kinder und Jugendlichen eine Erweiterung/ Verbesserung ihrer Handlungsfähigkeit, ihrer Ausdrucks-/ Erlebnisfähigkeit und eine Stärkung ihres Selbstwertgefühls. Indem sie etwas herstellen, stellen sie auch sich selbst dar. Sie stellen etwas dar!

Hintergrund ist die positive Überzeugung, dass jeder Mensch lernfähig und lernwillig ist und in jedem Menschen etwas nach Ausdruck verlangt.

Dazu wird in der Ergotherapie mit unterschiedlichen Materialien – z.B. Holz, Ton, Papier, Seide und Farbe – handwerklich gearbeitet und kreativ gestaltet.

Bei Gruppenarbeiten üben die Kinder und Jugendlichen zusätzlich soziale Fähigkeiten:

- Finden gemeinsamer Ziele,

- Rücksicht auf andere nehmen,

- sich in den anderen hineinversetzen können,

- konstruktive Konfliktgestaltung,

- Durchsetzungs- und Kompromissfähigkeit etc.

Aber auch die Freude am Arbeiten selbst, sowie über das Erreichte  sind Motivation zum Handeln und Tätig-Sein.