Notaufnahme: 030 5472 30 02

 

Herzbergstraße 79, 10365 Berlin, Tel.: 030 5472-0, Fax: 030 5472-2000

20.02.2017

Epilepsie-Akademie gegründet

Bethel feiert 150jähriges Bestehen
„Epilepsien können in jedem Alter auftreten“, sagt Prof. Dr. Martin Holtkamp, Medizinischer Direktor des Epilepsie-Zentrums Berlin-Brandenburg und Chefarzt der Epileptologie im KEH. „Sie unterscheiden sich – je nach Alter – in der Weise ihres Auftretens und ihrer Behandelbarkeit. Für die Betroffenen hat die Erkrankung häufig bedeutsame Auswirkungen auf ihre Lebenssituation.“ Epilepsien gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Gegenwärtig werden allein in Deutschland etwa eine halbe Million Menschen aufgrund einer Epilepsie behandelt.

 

Prof. Bien, Pastor Pohl und Prof. Holtkamp Prof. Bien, Pastor Pohl und Prof. Holtkamp

Epilepsiezentren helfen

Epilepsien werden vorrangig mit Medikamenten behandelt. Für bis zu 60% der Erkrankten lässt sich auf diese Weise Anfallsfreiheit erreichen. Aber nicht alle sprechen ausreichend darauf und benötigen aufgrund der Komplexität ihrer Erkrankung mit ggf. zusätzlich auftretenden Beeinträchtigungen und/oder Begleiterkrankungen eine umfassendere Therapie. „Epilepsiezentren sind eingerichtet worden, um die Versorgung auch bei schwer behandelbaren Epilepsien sicherzustellen“, fährt Prof. Holtkamp fort. „Bei der stationären oder ambulanten Behandlung ist das hochspezialisierte multidisziplinäre Team bestrebt, für die Patienten eine möglichst hohe Lebensqualität zu erreichen.“
Das Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg im Verbund der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel bietet ein Netzwerk zur umfassenden Diagnostik und Therapie für Epilepsiepatienten. An beiden klinischen Standorten – in Bernau und in Berlin am KEH – werden Menschen mit Epilepsie aller Altersgruppen mit und ohne Behinderung ambulant und stationär behandelt.

 

Epilepsie-Akademie Berlin-Brandenburg

Die Auswirkungen der Epilepsien noch besser zu erforschen, vor allem aber eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen, sind Ziel und Forschungsschwerpunkt der neu gegründeten Epilepsie-Akademie Berlin-Bethel. Am 15. Februar 2017 haben die beiden Epilepsie-Zentren Bethels, Berlin-Brandenburg und Bielefeld, die Gründung im Festsaal des KEH feierlich begangen. „Im Bethel-Jubiläumsjahr wurde damit ein Forum geschaffen, um die Aktivitäten in Fort- und Weiterbildung sowie in Wissenschaft und Forschung zu bündeln“, sagt Prof. Holtkamp. „Die Akademie wird ihren Beitrag dazu leisten, Forschung und Therapie weiter voranzubringen.“

 

Gastgeber, Gründer und Referenten am 15. Februar 2017 im KEH Gastgeber, Gründer und Referenten am 15. Februar 2017 im KEH